P&P mit 370 Mio. Euro unterwegs in Bayern

Nürnberg

Die Region Nürnberg mit den Nachbarn Fürth und Erlangen spielt für die meisten Investoren eine eher untergeordnete Rolle. Für die P&P Gruppe jedoch ist die Frankenmetropole stets im Fokus geblieben. Das aktuelle Finanzierungspaket von 300 Mio. Euro bietet weitere Möglichkeiten zur Expansion.

(fw/rm) Der Immobilien-Entwickler blickt bei Investitionen auch auf die Landeshauptstadt München. Hier sind Projektankäufe mit einem Volumen von 70 Mio. Euro möglich.

Expansion Metropolregion Nürnberg

Die P&P Gruppe Bayern setzt auf den Ballungsraum Nürnberg, der mit den benachbarten Städten Fürth und Erlangen eine bedeutende Wirtschaftsregion Bayerns mit insgesamt 700.000 Einwohnern darstellt. Mit sechs Verkäufen und drei Ankäufen nutzte der Projektentwickler positive Rahmenbedingungen des Immobilienmarktes, um in seiner Heimatregion zu investieren. Acht weitere Projekte befinden sich in der Entwicklungsphase. Die P&P Gruppe will auch zukünftig expandieren, so steht das Angebot. Mit einem Projektvolumen von 50 Immobilien mit einer Fläche von insgesamt 200.000 m² und 700 Einheiten ist die P&P Gruppe in Nürnberg vertreten. Die Zielvorgabe liegt dabei zu gleichen Teilen auf den Assetklassen Büro und Wohnen. Das hohe Niveau soll weiterhin aufrecht erhalten bleiben und mittelfristig sogar verstärkt werden. Der Nürnberger Büromarkt steht durch ein knappes Flächenangebot und eine hohe Nachfrage unter Druck, so Edith Förster, Chief Operating Officer der P&P Gruppe. Es sei deutlich spürbar, dass weniger Flächen am Markt zur Verfügung stehen und gleichzeitig mehrere größere Mietanfragen bestehen. Die Preise für Büro werden steigen. Der Nürnberger Büromarkt hat in den letzten Jahren von der Entwicklung der Stadt zum Dienstleistungsstandort profitiert und zieht daher auch verstärkt Investoren wie P&P an. Mit einer sehr guten Verkehrsanbindung über einen internationalen Flughafen, vier Autobahnen, einen zentralen Bahnhof mit ICE-Knotenpunkt und dem Main-Donau-Kanal ist Nürnberg außerdem ein bedeutender Messestandort geworden. Dabei geht die Zahl der Beschäftigten einher mit der Expansion der Büroflächen. Anstieg der Büromiete um 35 Prozent in zehn Jahren auf 13,50 Euro je Quadratmeter. Das geht aus einer aktuellen Analyse der DG Hyp hervor. Das Leerstandsniveau ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Derzeit stehen 8 Prozent der 3,6 Millionen m² Bürofläche in Nürnberg leer. Nachdem der Flächenumsatz 2014 mit 45.000 m² deutlich unter das 10-Jahres-Mittel von 65.000 m² gesunken war, wurde 2015 mit 60.000 m² wieder fast ein „Normaljahr“ erreicht. Neben den bayerischen Metropolregionen München und Nürnberg sind auch interessante B-Standorte, wie Augsburg, Ingolstadt, Landshut zu verzeichnen. Besonderen Anreiz bieten der P&P Gruppe jedoch in der bayerischen Landeshauptstadt die zentrale Innenstadt sowie die Stadtteile Perlach, Neu- Perlach und die Gebiete um den Ostbahnhof wie Berg am Laim. Neben der nördlichen Stadtteillage Ismaning kommt auch Sendling im Westen sowie der nördliche und östliche Stadtumgriff sowie die Randlagen wie Unterhaching und Eching in Betracht, hieß es nach Angaben von Edith Förster.

City Center Fürth

Auch am Stammsitz Fürth wird das Unternehmen als Projektentwickler tätig und kaufte die Problemimmobilie City Center, um sie zu revitalisieren und um ihr dadurch zu alter Glorie zu verhelfen. Zudem wird die P&P Gruppe im Bereich Einzelhandel tätig, was sonst eine untergeordnete Rolle im Portfolio des Unternehmens spielt, aber nur einmal mehr zeitgemäße Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt verdeutlicht. Nach jahrelanger Durchhaltepartie hatte die P&P Gruppe Bayern den Zuschlag für das 26.000 m² umfassende City Center aus den 80er Jahren erhalten, in dem zurzeit nur noch wenige Geschäfte geöffnet sind. Versuche, einen Investor für das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum in der Alexanderstraße 11 zu finden oder es zu revitalisieren, waren in den vergangenen Jahren an den Vorstellungen der 351 Eigentümer gescheitert. P&P-Geschäftsführer Michael Peter erklärte hierzu, innerhalb von drei Jahren wolle er den ehemaligen Kundenmagneten des Fürther Einzelhandels modernisieren. Auf einen genauen Zeitplan wollte er sich allerdings nicht festlegen. Zuerst sollen Erdgeschoss und erstes Untergeschoss überarbeitet und wiederbelebt werden.

Investmentgeschäft

Seit Mitte 2015 setzt die P&P Gruppe verstärkt auf das Investmentgeschäft und generiert dabei zunehmend wirtschaftliche Absichten auf dem Immobilienmarkt. Das Unternehmen hat sich aus strategischen Überlegungen von einem Teil des Neubau-Bauträgergeschäftes getrennt und verkaufte das Segment Eigennutzer an die BPD Immobilienentwicklung. www.pp-gruppe.de