Postbank zufrieden mit 2016

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Licht und Schatten für die Postbank im Jahr 2016: Großen Wachstumsraten im Kreditneugeschäft stehen erhebliche Einbußen im Ergebnis gegenüber. Diese sind so vor allem der aktuellen Marktsituation geschuldet. Für das laufende Jahr ist man optimistisch.

Ein starkes viertes Quartal hat der Postbank ein im Branchenvergleich insgesamt zufriedenstellendendes Geschäftsjahr beschert. Besonders die niedrigen Zinsen belasten die Banken. Die Postbank konnte diese durch das strikte Kostenmanagement, durch das der Verwaltungsaufwand um 1 Prozent gesenkt wurde, und den Ausbau des Kreditgeschäftes nicht voll kompensieren, sodass das um wesentliche Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis mit 468 Mio. Euro ca. 10 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Bereinigt wurden für das Geschäftsjahr 2016 Aufwendungen für strategische Initiativen, außergewöhnliche Aufwendungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Verbraucherschutzurteilen sowie einmalige Erträge aus dem Verkauf der strategischen Beteiligung an der Visa Europe Ltd.. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 307 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 584 Mio. Euro. Die Personalkapazitäten hat die Postbank den Rahmenbedingungen entsprechend sozialverträglich um rund 3 Prozent reduziert. Auf der Ertragsseite hatte die Einführung des neuen Girokonto-Modells zum 1. November 2016 eine erste stabilisierende Wirkung, die sich erst in 2017 vollständig bemerkbar machen wird.

Deutlich erfreulicher sind die Nachrichten von der Kapitalausstattung, die im abgelaufenen Jahr deutlich verbessert werden konnte. Hierzu haben gute Fortschritte im Abbau von risikogewichteter Aktiva beigetragen. So konnte sie die harte Kernkapitalquote (CET1, fully phased-in) zum Jahresende 2016 deutlich auf 12,4 Prozent steigern, nachdem sie im Vorjahr bei 11,5 Prozent gelegen hatte. Weiterhin stabil lieg die Leverage Ratio, die auch 2016 3,4 Prozent betrug. Gesunken ist hingegen die Bilanzsumme, die mit 147,2 Mrd. Euro 2,2 Prozent unter dem Wert des Jahres 2015 lag.

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