Postbank trotzt den Marktschwierigkeiten

Die Postbank hat die Schwierigkeiten im Kapitalmarkt gut überstanden ©eelnosiva fotolia.com

In den ersten neun Monaten hat die Postbank ein Ergebnis von Steuern ohne Sondereffekte von 338 Millionen Euro erzielt. Während das Kreditneugeschäft auf Rekordniveau liegt, blieben die Gesamterträge gegenüber dem Vorjahr konstant.

Trotz des insgesamt schwierigen Marktumfeldes konnte sich die Postbanken in den ersten drei Quartalen dieses Jahres dank ihres Kundengeschäftes behaupten und bei der Realisierung ihrer wesentlichen Zielsetzung Fortschritte erzielen: Die Weichenstellung für weitere Effizienzsteigerungen, eine ausgeglichene Kundenbilanz sowie Wachstum bei Geschäften über digitale Kanäle. Weil das Kreditneugeschäft und das Bestandsvolumen gesteigert wurden, eröffnet sich der Postbank das Potenzial, den Zinsüberschuss im Niedrigzinsumfeld zu stabilisieren. Zudem wurde mit der neuen Postbank Girokontowelt ein ausbalanciertes Kontomodell etabliert, das die Interessen sämtlicher Stakeholder berücksichtigt.

Das Ergebnis der ersten neun Monate 2016 beinhaltet u.a. Sonderaufwendungen für gestiegene Belastungen aus Beiträgen zu Einlagensicherungssystemen, strategische Initiativen sowie außergewöhnliche Aufwendungen für Rechtsrisiken ebenso wie etwa den kompensierend wirkenden Verkauf der strategischen Beteiligung an Visa Europe Ltd. und positive Sondereffekte des Vorjahreszeitraumes. Ohne diese Sondereffekte hätte das Ergebnis vor Steuern mit 338 Millionen Euro um 86 Millionen Euro oder 20 Prozent unter dem Ergebnis der Vergleichsperiode gelegen, dies vor allem aufgrund des für alle einlagenstarken Banken herausfordernden Zinsumfelds.

Das Ergebnis vor Steuern lag in den ersten neun Monaten 2016 mit 214 Millionen Euro um 177 Millionen Euro bzw. 45,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Bei den Gesamterträgen konnte die Bank mit 2.566 Millionen Euro den Vorjahreswert nahezu konstant halten. Die deutlich negative Entwicklung im Zinsumfeld konnte durch ein starkes Kreditneugeschäft in Höhe von 14,6 Milliarden Euro im Vorjahresvergleich abgemildert werden. Der Kreditbestand wuchs im gleichen Zeitraum ebenfalls trotz auslaufender Finanzierungen und verstärkter Tilgungsaktivität unserer Kunden um 1,6 Milliarden Euro auf 91,1 Milliarden Euro.

Das strikte Kostenmanagement der Postbank führte dazu, dass der Gesamtaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 29 Millionen Euro bzw. 1,2 Prozent zurückging.

Die Risikovorsorge betrug in den ersten drei Quartalen 121 Millionen Euro und damit 24 Millionen Euro bzw. 16,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Darin spiegelt sich die hohe Kreditqualität und das konservative Geschäftsmodell der Postbank wider.

Die Bilanzsumme konnte die Postbank gegenüber dem Jahresende 2015 um knapp 3,2 Milliarden Euro bzw. 2,1 Prozent auf 147,4 Milliarden Euro reduzieren.

Unter Anrechnung des Zwischengewinns für die ersten neun Monate 2016 konnte die harte Kernkapitalquote (CET I, fully phased-in) nach 11,5 Prozent zum Jahresende 2015 leicht auf 11,6 Prozent zum 30. September 2016 gesteigert werden. Die Leverage Ratio (fully phased-in) ging im Vergleich zum Jahresende 2015 (3,4 Prozent) leicht zurück auf 3,3 Prozent.

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