R+V wächst 2024 in allen Sparten

27.02.2025

Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung. Foto: © R+V Versicherung

Der genossenschaftliche Versicherer R+V hat das Jahr 2024 mit einem erfreulichen Beitragsplus abgeschlossen. „Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten ist es der R+V Gruppe gelungen, in allen Sparten weiter zu wachsen“, sagt der R+V-Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger.

Die Beitragseinnahmen der R+V Gruppe stiegen 2024 um 5,4 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Auch im deutschen Erstversicherungsgeschäft legte die R+V Versicherung um 2,8 Prozent auf 16 Milliarden Euro zu. Erfolgsgarant hier sind weiterhin die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Genossenschaftsbanken. Die Aktive Rückversicherung setzte ihren Erfolgskurs fort und verzeichnete im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatzzuwachs von 9,1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch die italienische Tochter Assimoco steigerte ihren Umsatz um 30,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die erfolgreichen Vertriebspartnerschaften mit der genossenschaftlichen Bankengruppe Cassa Centrale Banca (CCB) und der größten italienischen Bankgenossenschaft ICCREA trugen dazu maßgeblich bei.

„Dringend nötige Reformen politisch umsetzen“

Für das Jahr 2025 rechnet die R+V erneut mit einem Wachstum in allen Sparten. Die Branche erwartet, dass gestiegene Einkommen, eine gesunkene Inflationsrate und das aktuelle Zinsumfeld langfristige Anlagen wieder attraktiver machen. „Das dürfte auch bei uns das Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung beflügeln“, ergänzt der R+V-Chef.

Dennoch bleiben die Herausforderungen auch im kommenden Jahr groß. Die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten seien nicht geringer geworden, betont Rollinger. „Von der künftigen Bundesregierung wünschen wir uns darum dringend nötige Reformen.“ Dazu gehöre neben einem zwingend notwendigen Bürokratieabbau die weiterhin überfällige Reform der privaten Altersvorsorge. „Man kann es nicht oft genug betonen: Die gesetzliche Rente reicht nicht aus, um Versorgungslücken zu schließen und die Menschen vor Altersarmut zu schützen. Nur die Versicherungswirtschaft bietet hier lebenslange Rentenleistungen und sorgt damit für finanzielle Sicherheit im Alter.“ Ebenso wichtig sei die Umsetzung eines von der Versicherungswirtschaft geforderten Gesamtkonzepts, um den Folgen des Klimawandels besser begegnen zu können. Das Ziel: ein für die Menschen flächendeckender und versicherbarer Schutz gegen Elementargefahren.

Fondsgeschäft legt am stärksten zu

In der Lebens- und Pensionsversicherung lagen die Beitragseinnahmen im Jahr 2024 mit 7,6 Milliarden Euro um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die laufenden Beiträge erhöhten sich auf 4,7 Milliarden Euro. Auch das Einmalbeitragsgeschäft lag nach einem rückläufigen Vorjahr mit 2,8 Milliarden Euro wieder im Plus.

Der gesamte Neubeitrag in der Lebens- und Pensionsversicherung erreichte mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent mehr als 4 Milliarden Euro. Im Vorjahr verzeichnete die R+V hier noch einen deutlichen Rückgang. Besonders gefragt waren in der privaten Altersvorsorge fondsgebundene Produkte. Die Beitragseinnahmen im Neugeschäft steigerten sich hier um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Die in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Neuen Garantien erlebten dagegen einen Rückgang von rund 20 Prozent. Der Neubeitrag betrug 887 Millionen Euro. In der betrieblichen Altersvorsorge sank der Umsatz um 12,9 Prozent auf einen gesamten Neubeitrag von rund 1,4 Milliarden Euro.

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