Polen im Aufwind

Polen setzt verstärkt auf erneuerbare Energiequellen. Dabei will unser Nachbar die Windenergie noch stärker nutzen. Der Anteil der Windenergie an der gesamten Energieerzeugung soll sich bis zum Jahr 2020 auf 15% erhöhen.

(fw/ah) Das wirtschaftlich prosperierende Land erzeugt seinen Strom derzeit zu rund 90 % durch Braun- und Steinkohle. Polen will – analog zur Bundesrepublik – seinen Anteil an Windparks als effizienteste Form Erneuerbarer Energien deutlich ausbauen. Als gesetzliche Grundlagen gibt es eine garantierte Einspeisevergütung sowie den Handel mit grünen Zertifikaten, die Stromkonzerne erwerben können. Sie erfüllen damit ihre Quotenvorgaben für erneuerbare Energien und verhindern Strafzahlungen bei Nichterfüllung. Ähnlich dem deutschen Markt, müssen die Grundstücke dabei zunächst entwickelt werden. Erst wenn die Baureife vorliegt, sorgen potentielle Großinvestoren und Banken dafür, dass der Windpark auch Realität wird. Die Phase der Entwicklung von Brachland (green field) zu Bauerwartungsland (ready to build) bietet dabei interessante Perspektiven. Allerdings ist der Zeitrahmen oftmals schwer zu greifen.

„Wir steigen erst dann ein, wenn das Projekt kurz vor der Baureife steht, der Investor aber noch Geld für die Realisierung benötigt”, erklärt reskap-Geschäftsführer Michael Bauer. Gerade einmal bis zum 31.12 2015 wird die erste Beteiligung reskap Windwerte laufen. Zwei Millionen Euro konnten in vergleichsweise kurzer Zeit akquiriert werden. Hiervon wurde jetzt das erste Projekt erworben und vom polnischen Entwickler 49 % der bestehenden Projektgesellschaft übernommen. Geplant ist, die Grundlage für 48 MW Anschlussleistung zu schaffen. Das Projekt erstreckt sich dabei über mehrere Gemeinden.

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