OVB weiter auf Kurs

Der europäische Finanzvermittlungskonzern OVB Holding AG hat seinen Wachstumskurs in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 fortgesetzt.

(fw) Der Konzernumsatz stieg um 6,2 % auf 165,7 Mio. Euro gegenüber den ersten neun Monaten 2014 (Q1–Q3 2014: 156,0 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 10,3 Mio. Euro (Q1–Q3 2014:
8,3 Mio. Euro).

„Wir sind mit den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 zufrieden. Unsere Zahlen sprechen für sich. Wir wachsen, weil wir mehr Menschen beraten haben. In keinem unserer Märkte beschäftigen sich die Bürger wirklich eigenständig mit ihrer finanziellen Planung. Dringend notwendige Entscheidungen für die persönliche Absicherung oder Altersvorsorge werden ohne gute Beratung immer mehr auf die lange Bank geschoben. Die Niedrigzinspolitik, die drohende Überregulierung sowie die mediale Verunsicherung tragen damit Früchte, die viele Menschen in Zukunft noch teuer bezahlen werden, z. B. in Form von Altersarmut. Wenn dieser Teufelskreis durchbrochen werden soll, muss ein sofortiger Stopp für neue Gesetzesvorhaben her und ein Klima geschaffen werden, das die Tätigkeit als Finanzberater wieder attraktiver macht. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist qualitativ hochwertige Beratung kein Kostenfaktor. Teuer wird es nur für denjenigen, der sich nicht beraten lässt und nicht vorsorgt. Dass der Verbraucher eine qualifizierte Beratung benötigt, um im Alter finanziell abgesichert zu sein, ist eigentlich jedem klar. Deshalb sind Finanzvermittler unverzichtbar“, sagt Michael Rentmeister, Vorstandsvorsitzender des OVB Konzerns. „Derzeit ändern sich die Marktverhältnisse unnötig mit zu hoher Geschwindigkeit. Jeder Marktteilnehmer ist deshalb gut beraten, sich auf seine eigenen Hausaufgaben zu konzentrieren. So halten wir es jedenfalls bei OVB.“

Wachstum in allen Segmenten
Im Segment Süd- und Westeuropa steigerte OVB den Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 um 18,3 % auf 37,6 Mio. Euro (Q1–Q3 2014: 31,8 Mio. Euro). Die positive Entwicklung wurde insbesondere von den Landesgesellschaften in Spanien, Österreich und der Schweiz getrieben.

In Deutschland entwickelte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 äußerst positiv und lag deutlich über den Erwartungen: Er übertraf den Vorjahreswert um 7,2 % und erreichte 47,4 Mio. Euro (Q1–Q3 2014: 44,2 Mio. Euro). „Wir sind froh, dass die in den Jahren 2013 und 2014 eingeleiteten Maßnahmen gerade jetzt ihre Wirkung zeigen und wir uns damit auf Basis eigener operativer Stärke gut im Heimatmarkt behaupten können“, so Michael Rentmeister bei Bekanntgabe der Neunmonatsergebnisse.

Trotz einer durch zunehmende Regulierung verursachten Marktschwäche in Tschechien und Polen erhöhten sich im Segment Mittel- und Osteuropa die Erträge aus Vermittlungen im Berichtszeitraum um 0,9 % auf 80,7 Mio. Euro (Q1–Q3 2014: 80,0 Mio. Euro). „Leider haben wir infolge der anhaltenden Regulierungsdiskussionen in beiden Ländern saldiert Vermittler verloren. Dieses Schicksal teilen wir mit der gesamten Branche. Am Ende werden auch hier sinkende Beraterzahlen zu steigender Unterversorgung der Bevölkerung führen. Was unter stabilen Rahmenbedingungen möglich ist, sehen wir im Rest des Segmentes Mittel- und Osteuropa, insbesondere in der Slowakei.“

Überproportionaler Ergebnisanstieg
Überproportional zum Umsatz entwickelte sich das Ergebnis: Die Ergebnissteigerung um insgesamt 24,9 % wird von allen Segmenten getragen. Das operative Ergebnis des OVB Konzerns erreichte zum 30. September 2015 10,3 Mio. Euro, nach 8,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge des Konzerns, bezogen auf die Gesamtvertriebsprovisionen, verbesserte sich im Vorjahresvergleich deutlich von 5,3 % auf 6,2 %. Das Ergebnis je Aktie legte um 13,3 % zu.

Ausblick für 2015 etwas angehoben
Nach Ablauf von neun Monaten hebt OVB die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2015 etwas an: Das Unternehmen erwartet, dass die Umsatzerlöse 2015 gegenüber 2014 leicht steigen, und prognostiziert ein operatives Ergebnis, das gegenüber dem deutlich verbesserten Resultat 2014 nochmals spürbar zulegen könnte. Zuvor war OVB von einer stabilen Ergebnisentwicklung ausgegangen.

www.ovb.eu