Nicht nur für Profikicker!

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Renè Schlichtling

Ungeachtet voranschreitender Digitalisierung bleibt sie weiter unverzichtbar: Die professionelle, persönliche Begleitung zu Fragen rund um Vorsorge, Absicherung und Investment.

finanzwelt stellt auch im Neuen Jahr im Rahmen ihrer exklusiven Portraitreihe „Beraterpersönlichkeiten“ engagierte Menschen vor, die ungeachtet des jeweiligen Mainstreams und ihres jeweils gewählten Vertriebsweges unbeirrt optimistisch in die Zukunft blicken, sich in ihrem Beratungsalltag durch innovative Ideen und professionelles Engagement auszeichnen sowie durch authentisches Vorleben jungen Beraternachwuchs für die Profession zu begeistern vermögen.

Die Nachfrage nach motiviertem Beraternachwuchs ist laut Branchenangaben weiter ungebrochen. Neben attraktiven Einstiegsangeboten und lukrativen Verdienstperspektiven sind es vor allem gestandene Beraterpersönlichkeiten, die mit ihrer einschlägigen Berufserfahrung einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass sich wieder verstärkt junge Menschen vorstellen können, sich mit den positiven und zukunftsorientierten Seiten des Berufsbilds „Finanz- und Vorsorgeberater“ identifizieren zu wollen.

Einer von ihnen ist René Schlichting, seines Zeichens ehemals erfolgreicher Jugendnationalspieler und Fußballprofi beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der sich in seiner zweiten Karriere ab 1993 als selbständiger Vermögensberater und profilierter IHK-Ausbilder insbesondere in der Welt des aktiven Leistungssports konsequent einen anerkannten Ruf als qualifizierter wie nicht minder vertrauenswürdiger Finanz- und Vorsorgepartner hat erarbeiten können. Sein Spezialgebiet: Leistungssportler im Allgemeinen und Profikicker im Speziellen. Das Motto von René Schlichting: „Social Media, Internet, Apps – gekoppelt an einen persönlichen An­sprechpartner mit Top-Dienstleistung – gehören ohne „Wenn und Aber“ die Zukunft in der Finanzbranche.”

finanzwelt: Ihrer persönlichen Einstellung nach verstehen Sie Ihre Profession mehr als Berufung denn als Job. Welche besondere Einstellung geht für Sie in diesem Zusammenhang mit Berufung einher?

Schlichting: Menschen aufrichtig zu mögen. Zudem fordere ich nur ein, was ich selbst bereit bin zu geben. Meine selbständige Tätigkeit gibt mir dafür die nötige Freiheit und Zeitressourcen. Man kann meine Tätigkeit durchaus als Coaching auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit beschreiben. Es fließen meine Erfahrungen als Unternehmer, Vermögensberater und Leistungssportler in die Beratung mit ein. Übrigens habe ich alles, was ich meinen Kunden als Produkt empfehle, auch selbst in meinem eigenen Vermögensaufbau integriert. Und zwar ohne Ausnahme.

finanzwelt: Sie beraten insbesondere Profisportler. Gibt es diesbezüglich eine besondere Herangehensweise, die sich vom „gängigen“ Beratungsprozedere und Betreuungsverlauf unterscheidet? Da Sie selbst Profifußballer waren, dürfte dies den Zugang zu dieser Klientel ja sicher auch entsprechend leichter gestalten …

Schlichting: Das stimmt. Als ehemaliger Fußballprofi kann ich mich natürlich nach wie vor unmittelbar in die tägliche emotionale Gefühlswelt von Berufssportlern hineinversetzen. Das gilt für den Erfolgsfall und erst recht bei Ängsten und Sorgen um die eigene Existenz. Die Sportler spüren durch meine Fragen glaube ich genau, dass ich ihre Sportwelt auch als Aktiver erlebt habe. So entsteht stets schnell ein beiderseitig gewinnbringendes Gespräch auf Augenhöhe.

finanzwelt: Bedarf es spezieller Insiderkenntnisse, um überhaupt Sportler als Kunden für sich gewinnen zu können?

Schlichting: Es ist von entscheidendem Vorteil, die Welt der Sportler von innen heraus zu kennen. Gerade Fußballprofis leben ja in einer Art „Kokon“. Sie sind oft von Menschen umgeben, die ihnen nach dem Mund reden, nur um sich ausgiebig in deren Glanz zu sonnen. Dem Sportler hilft es an dieser Stelle sehr, dass ich ihm nicht gedankenlos nach dem Mund rede, sondern ihn zum Beispiel auch sehr direkt auf seine zweite Laufbahn nach der aktuellen Karriere anspreche und vorbereite. Denn nur so kann er mit einem auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Vermögensaufbauplan sicher sein, im Anschluss an sein Karriereende im Profisport den Rücken gänzlich frei für neue Herausforderungen zu haben. Mit unserer eigens hierfür erfolgreich initiierten Community www.sportwinsthejob.de helfen wir Leistungssportlern, sie mit einer beruflich soliden Absicherung auszustatten. Übrigens weisen gerade Leistungssportler oft ein vielversprechendes Persönlichkeitsprofil auf, um in unserer Branche erfolgreich Fuß zu fassen. Nehmen wir etwa Manfred „Mani“ Kaltz vom HSV: für Fußballfans noch heute ein Begriff und mittlerweile seit Jahren erfolgreicher Vermögensberater für die DVAG.

finanzwelt: Was braucht ein Profisportler in Sachen Finanz- und Vorsorgeberatung am ehesten?

Schlichting: Zuallererst ist es wichtig, den Vermögensaufbau auf ein sicheres Fundament zu stellen. Viele Berufssportler sind in dieser Hinsicht klar unterversichert. Ich selbst wurde als junger Spieler sportuntauglich, und aus diesem Grund bin ich in Themen der Arbeitskraftabsicherung besonders aufmerksam. Sportler benötigen daneben eine geeignete Krankentagegeldabsicherung sowie eine leistungsstarke Sportuntauglichkeitsabsicherung. Bei Eintritt von schwereren Verletzungen gestaltet sich eine Komplettabsicherung tendenziell schwieriger. Deshalb ist es sinnvoll, als Sportler so früh wie möglich damit zu beginnen. Wir haben hierfür ein speziell auf Berufssportler abgestimmtes Versicherungspaket im Portfolio. Die Sportler selbst kontaktieren mich von sich aus am häufigsten zu den Themen „Finanzierung /Kaufabsicht einer Immobilie“ und „Sichere Geldanlage“.

finanzwelt: Ist der Wettbewerb um diese vergleichsweise überschaubare Kundenklientel Ihrer Erfahrung nach eher härter als gegenüber dem Durchschnittsverbraucher?

Schlichting: Der Wettbewerb ist in diesem Bereich deutlich härter. Aber Wettbewerb sehe ich als Herausforderung und Ansporn. Klar ist aber auch: Für einen Quereinsteiger ohne Erfahrungen im Leistungssport und Finanzsektor gibt es leichtere Wege, neue Kunden für sich zu gewinnen. Ich verfüge durch meine Laufbahn als ehemaliger Jugendnational- und Lizenzspieler über ein großes Netzwerk und dies verhilft zu vielen Referenzen. Da ich zudem den Sportlern zu Anfang eher als „Mitspieler“ gegenübertrete, stellt dies praktisch automatisch von Beginn an den nötigen gegenseitigen Respekt in der Beratung her.

finanzwelt: Sie zählen zu den „Erfahrenen“ und lieben Ihren Beruf. Was würden Sie potenziellem Nachwuchs zurufen wollen, um insbesondere junge Menschen für dieses Tätigkeitsfeld zu begeistern? Was braucht es, damit der Beruf wieder spürbar an Attraktivität gewinnen kann?

Schlichting: Zeige den Menschen auf, mit welcher Freiheit sie ihren Berufsalltag in unserer Branche gestalten können. Selbst die Krawatte wird ja heutzutage nicht mehr zwingend erwartet. Führe ihnen vor Augen, wie stolz sie als Vermögensberater sein können, wenn ihr Kunde in das mit ihrem Know-how finanzierte Eigenheim einzieht, mit Hilfe des Sparplans sein neues Auto präsentiert oder ihm bei Krankheit die versprochene Leistung auch erbracht wird. Daher lautet mein persönliches Fazit: Social Media, Internet, Apps – gekoppelt an einen persönlichen Ansprechpartner mit Top-Dienstleistung – gehören ohne ‘Wenn und Aber’ die Zukunft in der Finanzbranche. (sf)

Printausgabe 01/2016