Nicht einmal jeder Zweite fühlt sich finanziell wohl

Patrick Frost, CEO der Swiss Life Group / Foto: © Swiss Life

Eine aktuelle Studie von Swiss Life zeigt, dass die finanzielle Zuversicht innerhalb Europas sehr unterschiedlich verteilt ist. Trotz des vorhandenen Bewusstseins, für die eigene Altersvorsorge selbst verantwortlich zu sein, wird der Staat immer noch stark in der Verantwortung gesehen.

Anlässlich des gestrigen Weltspartages hat Swiss Life eine Studie veröffentlicht, bei der mehr als 4.000 Personen in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich und Großbritannien hinsichtlich ihrer finanziellen Situation befragt wurden. Dabei zeigt sich, dass zwischen den Ländern deutliche Unterschiede bestehen. Während sich 65 % der Befragten in der Schweiz mit ihren Finanzen wohl fühlen, sind es im benachbarten Frankreich mit 32 % gerade einmal halb so viele. Auch in Österreich (48 %), Deutschland (44 %) und Großbritannien (41 %) ist nicht einmal jeder zweite Befragte mit seiner finanziellen Situation zufrieden. Über alle Länder betrachtet fühlen sich nur 46 % der Befragten mit ihrer finanziellen Situation wohl.

Die Schweizer sind aber nicht nur am zufriedensten mit ihrer finanziellen Situation, sondern am häufigsten der Meinung (86 %), dass sie für ihre Altersvorsorge selbst verantwortlich sind. Damit liegt die Schweiz über dem Durchschnitt aller Befragten von 75 %. Auch in Großbritannien glauben mehr als drei Viertel (78 %) der Befragten, dass sie selbst für ihre Altersvorsorge verantwortlich sind. Diese Meinung wird auch in Frankreich (71 %), Deutschland (70 %) und Österreich (69 %) von deutlich mehr als der Hälfte der Befragten vertreten. Bedenklich: 44 % der Befragten sind der Meinung, dass der Staat für die Altersvorsorge verantwortlich sei. In Zeiten des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Rückbau der Altersvorsorgesysteme eine gefährlich fahrlässige Einschätzung.

Trotz des durchaus vorhandenen Bewusstseins, für die eigene Altersvorsorge selbst verantwortlich zu sein, ist nur knapp jeder zweite Befragte (48 %) der Meinung, dass er mit der bisher getätigten Vorsorge im Alter genug finanzielle Ressourcen haben wird. Für die Sicherung des gewünschten Lebensstandards im Alter sind alle Generationen bereit, den gegenwärtigen Lebensstil anzupassen und mehr vorzusorgen. Die populärsten Maßnahmen sind mehr sparen (52%), später in Rente gehen (40%) und Ersparnisse anlegen (36%).

Finanzen können stressig sein

Die Schweizer sind nicht nur diejenigen, die sich mit ihrer finanziellen Situation am wohlsten fühlen, sondern auch diejenigen, die sich am wenigsten finanziell gestresst fühlen: Nur 27 % der Befragten bejahten diese Antwort. Ganz anders im westlichen Nachbarland Frankreich, wo sich 53 % der Befragten finanziell gestresst fühlen. In Großbritannien fühlen sich 42 % gestresst, in Deutschland 40 %.

Die Angst, im Alter nicht genügend Geld zu haben, ist der häufigste Grund (42 %) für das Gefühl, finanziell gestresst zu sein, dies gilt besonders für die jüngere Generation: Knapp drei Viertel der Millenials hat keine Vorstellung von den eigenen Finanzen im Alter.  32 % der Befragten fühlen sich durch ein eingeschränktes Vertrauen in die staatlichen Vorsorgesysteme gestresst, 30 % aus Sorge um die eigene Gesundheit.

„Das Vertrauen in die eigenen Finanzen ist für die Menschen eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Menschen ob ihrer finanziellen Mittel im Alter Sorgen machen und das Vertrauen in die staatlichen Vorsorgesysteme beschränkt ist. Die Befragten sehen sich dabei selbst in der Pflicht, mehr für die eigene Vorsorge zu tun“, so Patrick Frost, CEO der Swiss Life-Gruppe. „Der Weltspartag ist aktueller denn je: Die Bedeutung der eigenen Vorsorge wird mit dem demografischen Wandel weiter zunehmen. Die Relevanz des Themas ist auch den Menschen bewusst, es bereitet ihnen aber Kopfzerbrechen. Hier will Swiss Life ihre Rolle in der Gesellschaft wahrnehmen und Verantwortung übernehmen und die Menschen dabei unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“ (ahu)

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