Neues Betriebssystem mindert IT-Risiken

Mehr IT-Sicherheit
Mehr IT-Sicherheit durch neues Betriebs-System ©-studiostoks - Fotolia.com

Am Anfang fingen Tablets Feuer, dann legen Toaster das Internet lahm. Die Digitalisierung wurde viel zu schnell vorangetrieben, ohne auf die Risiken zu achten. Jetzt  soll ein neues Betriebssystem helfen.

Das erste eigene Betriebssystem vom Viren-Experten Kaspersky ist fertig. 14 Jahre haben die Entwickler des Software- und Antivirus-Dienstleisters in die Entwicklung an Zeit, Wissen und Geld investiert. Kaspersky OS soll ein komplett neu entwickeltes Betriebssystem sein, das nicht auf den bereits vorhandenen Plattformen wie Linux basiert. Bei der Entwicklung des neuen Systems stand allein die Frage der Sicherheit im Vordergrund, wie Kaspersky erklärt. Das Kaspersky OS soll unknackbar sein.

„At last – we have done it!“, sagt  Jewgeni Kaspersky den interessierten Nutzern über den Blog seiner gleichnamigen Antivirenfirma.

Kaspersky zufolge beweisen Risiken und Cyber-Angriffe auf Netzwerke wie Stuxnet oder die DDoS-Attacke durch Geräte des Internets der Dinge auf die DNS-Server von Dyn, dass ein Betriebssystem wie Kaspersky OS eine benötigte Lösung ist. Das Betriebssystem liefere die Basis für die Entwicklung geschützter Industrieanlagen und den Schutz von Embedded Devices sowie des Internets der Dinge (IoT).

Nur Quantencomputer können das System hacken

Um Sicherheit und Schutz zu gewähren, hat Kaspersky das neue Betriebssystem von Grund auf neu entwickeln müssen. Kaspersky OS beruht auf einer Mikrokernel-Architektur, wodurch es möglich ist, den Nutzern verschiedene Modifikationen anzubieten. Das Betriebssystem ist zwar nicht ganz frei von Schwachstellen, wie Kaspersky einräumt, aber Angreifer würden schon einen Quantencomputer benötigen – was das Hacken nicht nur schwierig, sondern enorm teuer machen würde, es sei denn die Hacker sitzen an einer Universität, in einer militärischen oder geheimdienstlichen Einrichtung mit einer entsprechen Ausstattung mittels Quantencomputer.

Das erste Gerät, das mit dem neuen Kaspersky-Betriebssystem betrieben wird, ist ein Layer-3-Switch, der für Netzwerke mit Höchst-Anforderungen an die Datensicherheit entwickelt wurde. Geräte für den Internet der Dinge-Bereich, sind laut Kaspersky in der Entwicklung und sollen auch auf diesen Feldern der selbständigen Maschinen und Roboter Risiken mindern. Hauptproblem sind vor allem die Standard-Login-Daten dieser betroffenen Geräte welche so in der Firmware gespeichert sind, dass der Besitzer keine Möglichkeit hat, diese zu ändern. Angreifer haben so ein leichtes Spiel. Weitere Details zu Kaspersky OS soll es in Kürze geben.

Fazit: Wer blind die Sicherheit seiner Computer, Roboter, Maschinen und IT-Infrastrukturen dem Zufall überlässt, kann existenzielle Überraschungen erleben. Gerade bei den schnellen digitalen Techniken sollte das Thema Risiken und Versicherung eine höchste Priorität haben. Die gute alte Elektronik-Versicherung wird da nicht ausreichen, es kommt heute nur ein Deckungskonzept in Frage das auch auf Prävention und regelmäßige Analyse setzt.  (db)