Neuer Beitragsrekord

Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung / Foto: © R+V

Die R+V Versicherung zeigt sich mit dem vergangenen Jahr und dem Start in das neue Jahr sehr zufrieden. In diesem Jahr steht besonders die Ausrichtung auf digital affine Kunden im Mittelpunkt. Bald startet ein in dieser Form bislang noch einmaliges Angebot.

Im vergangenen Jahr hat die R+V Versicherung nach der internationalen Rechnungslegung IFRS einen Konzerngewinn von 448 Mio. Euro erzielt. Damit wurde zwar das Vorjahresergebnis von 795 Mio. Euro deutlich verfehlt, jedoch war der Vorjahreswert u.a. auf steuerliche Sondereffekte zurückzuführen, sodass das Sinken des Gewinns bereits zu erwarten war. Auch das Kapitalanlageergebnis ist deutlich zurückgegangen: Von 3,3 Mrd. Euro auf 1,2 Mrd. Euro. Nach der deutschen Rechnungslegung HGB hat sich das Ergebnis der Konzernholding aber deutlich erhöht: Von 160 Mio. Euro auf 300 Mio. Euro. Deutlich unter Branchenniveau lagen die Verwaltungskosten bei der R+V. Während die Quoten im Bereich Leben/ Pension (1,2 %) und Kranken (1,6 %) auf Vorjahresniveau lagen, erhöhte sich die Verwaltungskostenquote im Bereich Schaden/ Unfall minimal um 0,1 Prozentpunkte auf 10,9 %.

Auch im Bereich der ökonomischen Risikotragfähigkeit überzeugt die R+V: So liegt ihre Solvency II-Quote bei 238 %.

Mehr Kunden und Beitragsrekord

Ein wesentlicher Grund für das gute Jahresergebnis ist, dass der Wiesbadener Versicherer im vergangenen Jahr einen deutlich stärkeren Anstieg bei den Beitragseinnahmen verzeichnen konnte als der Marktdurchschnitt. Mit 16,1 Mrd. Euro Beitragseinnahmen erreichte der genossenschaftliche Versicherer einen neuen Höchststand und steigerte die Beitragseinnahmen um 5,2 % gegenüber dem Vorjahr. Hierzu haben alle Geschäftsbereiche beigetragen. Im vergangenen Jahr konnte die R+V 200.000 Neukunden hinzugewinnen, sodass man nun 8,6 % Versicherte zählt.

Basis für das gute Ergebnis ist und bleibt die Partnerschaft in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. „Unsere genossenschaftlichen Stärken und Potenziale wollen wir künftig noch konsequenter nutzen. Wir werden dazu mit unseren Genossenschaftspartnern weiter zusammenwachsen, um unseren Kunden im Rahmen unserer Omnikanal-Strategie auch in der digitalen Welt optimalen Service zu bieten“, betont Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V.

Nicht nur bei den Beitragseinnahmen, auch bei der Zahl der Mitarbeiter ist der Versicherer weiter gewachsen: Ende 2018 beschäftigte man deutschlandweit 15.615 Mitarbeiter und damit 274 mehr als ein Jahr zuvor.

Mehr Elementarschäden

Im vergangenen Jahr beliefen sich die Versicherungsleistungen der R+V auf insgesamt 14,2 Mrd. Euro. Die Zahl der Elementarschäden hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um 19.000 auf 135.000 erhöht. Infolge zahlreicher Stürme schlug der Elementarschadenaufwand mit 257 Mio. Euro zu Buche, 18,5 % mehr als im Vorjahr.

Wie das Jahr 2019 bislang lief und wie weiteres Wachstum generiert werden soll, lesen Sie auf Seite 2