Neue Umfrage zeigt: Selbstvertrauen beim Vermögensaufbau wächst

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Mit der „Reichtumsstudie“ erfasst das GfK im Auftrag der RWB PrivateCapital Emissionshaus AG jährlich, was Menschen in Deutschland über hohe Vermögen denken. Die repräsentative Studie 2022 zeigt, wie die deutsche Bevölkerung dem Thema angesichts hoher Zinsen und anhaltender Inflation gegenüberstehen.  

Den Umfrageergebnissen zufolge sieht die große Mehrheit der Menschen in Deutschland trotz hoher Inflation keinen Grund, ihre Geldanlagen zu überdenken. Gerade einmal 20,3 % planen angesichts der gestiegenen Geldentwertung ihr Anlageverhalten anzupassen. Gleichzeitig hat sich auch die Wahrnehmung der Bevölkerung verändert, was die Bedingungen betrifft, um in Deutschland reich zu werden. 2020 gaben 7,9 % der Befragten an, sie sehen hier „sehr“ oder „eher“ hohe Chancen auf ein großes Vermögen – der Tiefpunkt des Werts. In diesem Jahr liegt er nun auf seinem Höchststand seit dem Beginn der Erhebung in 2017. 2022 sehen 14,1 % große Chancen, in Deutschland vermögend zu werden.

„Es scheint auf den ersten Blick verblüffend, dass nur wenige ihr Anlageverhalten an die hohe Inflation anpassen wollen und gleichzeitig der Optimismus beim Vermögensaufbau einen neuen Höchststand erreicht“, meint Norman Lemke, Vorstand der RWB PrivateCapital Emissionshaus AG. Er vermutet einen Unterschied in der gefühlten Wahrnehmung: „Im Supermarkt und an der Tankstelle spüren Verbraucher die Inflation unmittelbar in Form höherer Preise. Das Ersparte auf dem Konto verliert hingegen nicht nominal an Wert, sondern in Form eines abstrakten, schleichenden Kaufkraftverlustes.“

Unwissenheit beim Vermögensaufbau

Die ausbleibenden Reaktionen auf die stark gestiegene Inflation können laut RWB aber auch mit fehlendem Wissen zusammenhängen. Auf die Frage, wie sich die persönlichen Chancen auf ein hohes Vermögen am besten steigern lassen, gab mit 24, 8 % die Mehrheit der Befragten Unwissenheit zu. 20,1 % sehen in einer qualifizierten Aus- oder Weiterbildung den wichtigsten Schlüssel zum Vermögensaufbau. Knapp ein Fünftel der Teilnehmenden (19,2 %) sieht die Lösung vielmehr in langfristigen Geldanlagen. Als weitere Möglichkeiten zum Vermögensaufbau sehen zudem 15,2 % die Gründung eines eigenen Unternehmens und 11,2 % sogar Lotto spielen. Nur 9,6 % sehen einen finanziellen Durchbruch mit kurzfristigen, spekulativen Investments.

„Das Wissen um langfristig ertragreiche und stabile Anlageformen kann heute viel wert sein, wenn frei verfügbares Kapital für die Geldanlage vorhanden ist. Insofern sind eine gute Ausbildung und in der Folge ein gutes Einkommen die Basis für den privaten Vermögensaufbau“, so Lemke.

Grundsätzlich erachten 54,6 % der Befragten ein hohes Privatvermögen für erstrebenswert. 2020 strebten noch 57,5 % nach Reichtum, 2017 waren es sogar 70 %. „Reich sein“ bedeutet dabei für ca. die Hälfte der Bevölkerung, mehr als eine Million Euro, inklusive Immobilien, zu besitzen. Alle Ergebnisse aus der aktuellen Umfrage sowie der Vorjahresstatistiken zum Vergleich finden Sie unter www.reichtumsstudie.de (lb)