Neue Struktur bei Erck Rickmers Gruppe

Erck Rickmers / Foto: © E.R. Schiffahrt

Die Erck Rickmers Gruppe wird neu strukturiert, was sich auch personell niederschlägt. Auch wenn die Umstrukturierung erst im nächsten Frühjahr über die Bühne geht, wird es bereits zum Jahreswechsel eine erste Veränderung geben.

Künftig wir die E.R. Capital Holding, derzeitige Konzernmutter des Hamburger Unternehmemers Erck Rickmers, unter seiner Leitung als Family Office agieren. Der 54-jährige wird dort mit Wirkung zum 1. April mit ca. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Aktivitäten in den Bereichen Immobilien, Private Equity und Schifffahrt zusammenführen.

Im Zuge der Neustrukturierung scheidet Jochen Klöges als CEO der E.R. Capital Holding zum 31. März aus und wechselt in den Beirat der Unternehmensgruppe. Der 54-jährige war seit 2014 CEO der E.R. Capital Holding. „Jochen Klösges hat hervorragende Arbeit geleistet. Die Gruppe ist strategisch und finanziell gut aufgestellt. Die Schifffahrtsaktivitäten wurden gezielt reduziert und parallel neue Geschäftsfelder entwickelt. So wurde das unternehmerische Spektrum erfolgreich erweitert und mit einem neuen Schwerpunkt im Bereich Immobilien versehen“, so Erck Rickmers.

„Ich blicke auf eine erfolgreiche Zeit in einem herausfordernden Umfeld zurück. Mit dem Auslaufen meines Vertrages verlasse ich ein kerngesundes und gut aufgestelltes Unternehmen und freue mich, der Gruppe auch weiterhin als Beirat verbunden zu sein. Nun möchte ich mich wieder neuen beruflichen Herausforderungen stellen“, so Jochen Klösges.

Zum Jahreswechsel übernimmt Nicholas Teller 25 % der Geschäftsanteile der Nordcapital. Teller war von 2008 bis 2014 CEO der Erck Rickmers Gruppe und ist seit 2014 deren Beiratsvorsitzender. Rickmers hatte sich mit dieser Gesellschaft 1992 selbständig gemacht. Seitdem wurde ein Investitionsvolumen von rund sieben Milliarden Euro realisiert. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf das Asset Management. In Zukunft sollen jedoch wieder neue Beteiligungsmodelle mit Investoren entwickelt werden.

In diesem Jahr wurde die Ship Management Gesellschaft E.R. Schiffahrt an die Bremer Zech Gruppe verkauft. Im Rahmen einer strukturierten Transaktion mit Bar- und Aktienanteil wurden zudem sieben eigene Schiffe an die US-börsengelistete Star Bulk Carriers Group übertragen. Im Bereich Immobilien wurden über Direktinvestments und neue Aktivitäten der Projektentwicklungsfirma Quest Investment Partners 21 Objekte mit einer Fläche von rund 165.000 qm und einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Euro entwickelt. (ahu)