Neue mächtige Frau in der Finanzwelt

Ein weiteres großes europäisches Geldhaus wird in Zukunft von einer talentierten Top-Managerin geführt. In der Finanzwelt setzen sich zunehmend kompetente Frauen durch, nicht nur mit der Chefin des Internationalen Währungsfonds.

2014-09-11 (fw/db) Die spanische Bank Santander S.A. meldet die Berufung von Ana Patricia Botín an die Spitze des Geldkonzerns. Damit bleibt die Führung der spanischen Bank erneut in der Familie, die bei Santander seit Anfang des 20. Jahrhunderts das Sagen hat. Frau Botín (Jahrgang 1960) war bisher als Präsidentin des britischen Ablegers Santander UK tätig.

Die Bank Santander ist das größte Unternehmen in Spanien. Die Bank war in der Finanzkrise 2008 so stark, dass es die Bank die ausgebrochene Immobilien- und Wirtschaftskrise überstehen konnte. In 2013 hatte die Bank einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro mit einem Nettogewinn von 4,37 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2014 wurden die Erwartungen der Analysten mit einem Überschuss von 1,45 Milliarden Euro deutlich übertroffen. Das waren 38 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr.

Botín ist kompetent

Die Ernennung von Botín lag auf der Hand, da sie bereits als Spitzenmanagerin bei Santander-Töchtern in Spanien, Lateinamerika und Großbritannien Erfahrung hat. Sie war auf dem internationalen Wirtschaftsgipfel in Davos eine beachtete Rednerin. Botín gilt in der gesamten Finanzwelt als kompetent für den Job an der Spitze der größten spanischen Bank. Sie ist neben Christine Lagarde, der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Annika Falkengren, Chefin des schwedischen Bankkonzerns SEB, künftig eine der mächtigsten Frauen in Europa und der gesamten Finanzwelt

Dietmar Braun