Neue Altersstudie im Buchhandel

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Wo steht die ältere Generation in Deutschland? Was bewegt ältere Menschen, wie werden Medien genutzt, und welche Einnahmen haben sie. Eine aktuelle Studie verkaufen Generali und Allensbach.

Die Generali Deutschland AG, eine Tochter der Generali Group, weist auf die Altersstudie 2017 hin, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Generali nach 2013 zum zweiten Mal durchgeführt hat.

Die Generali Altersstudie 2013 zeige ein neues Bild vom Alter: Statt passiv und zurückgezogen sind ältere Menschen hierzulande mehrheitlich optimistisch, aktiv und motiviert. Dies bestätige auch die repräsentative Neuauflage der im Buchhandel im Verkauf befindlichen Studie, bei der immerhin 4.133 Personen befragt wurden.

Als Generali wollen wir das Leben aller Menschen nicht nur versichern, sondern es verbessern. Wenn wir eine älter werdende Gesellschaft lebenswert gestalten wollen, müssen wir die Lebenssituation unserer älteren Mitbürger kennen und verstehen. Nur so können wir ihnen bis ins hohe Alter ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben ermöglichen”, sagt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG bei der Werbung für die Studie.

“Die Lebenszufriedenheit älterer Menschen ist heute mit einer Vielzahl an Faktoren verknüpft, die voneinander abhängig sind. Dieses sind die wirtschaftliche Lage, der Gesundheitszustand oder auch die Herausforderung, die Technisierung meistern zu können. So sehen 65- bis 85-Jährige aus unteren sozialen Schichten ihre gesundheitliche Situation oftmals kritisch, fühlen sich gleichzeitig von neuen Techniken überfordert und sind alles in allem häufig deutlich unzufriedener mit dem eigenen Leben als Personen aus höheren sozialen Milieus”, so Michael Sommer, Projektleiter vom Institut für Demoskopie Allensbach für die Autoren der beim Springer Verlag erschienen Studie.

Hohe Lebenszufriedenheit, Abwechslung und Mobilität

Viele Menschen der Generation der 65- bis 85-Jährigen geben ihr gefühltes Alter deutlich geringer an als ihr tatsächliches – und zwar um rund 7,5 Jahre. Auffällig ist, dass diese auch bei den 80- bis 85-Jährigen zu beobachten ist. 49 Prozent dieser Altersgruppe fühlt sich – allen Altersbeschwerden zum Trotz – jünger als es seinem kalendarischen Alter entspricht.

Insgesamt zeichnet die ältere Generation ein positives Lebensgefühl aus. Auf einer Skala von Null („überhaupt nicht zufrieden“) bis zehn („völlig zufrieden“) wählen die 65- bis 85-Jährigen im Durchschnitt die Skalenstufe 7,2. Auffällig in diesem Zusammenhang ist, dass es regional gesehen in Deutschland keine wesentlichen Unterschiede gibt. Während Schleswig-Holstein das Ranking mit einem Wert von 7,5 anführt, liegt der Nachbar Mecklenburg-Vorpommern als Schlusslicht mit 6,8 nur unwesentlich zurück.

Die Mehrheit der älteren Generation führt ein abwechslungsreiches und aktives Leben. So ist mehr als die Hälfte (58 Prozent) der 65- bis 85-Jährigen heute noch mit dem eigenen Auto unterwegs. Bei den 65- bis 69-Jährigen (69 Prozent) sind dies mehr als doppelt so viele wie 1985 (30 Prozent). Bei den 80- bis 85-Jährigen ist der Anteil der Autofahrer sogar um mehr als das Zehnfache angestiegen. 38 Prozent dieser Altersklasse nutzen heute noch den eigenen PKW.

Noch kaum Altersarmut

Fast zwei Drittel (62 Prozent) der 65- bis 85-Jährigen ziehen eine positive Bilanz ihrer wirtschaftlichen Lage. Zehn Prozent bezeichnen ihre finanzielle Situation als sehr gut, 52 Prozent als gut. 31 Prozent der älteren Menschen in Deutschland bezeichnen ihre eigene wirtschaftliche Lage als durchschnittlich, nur sechs Prozent stufen sie als eher schlecht oder schlecht ein.

Die wirtschaftliche Lage der älteren Menschen in Deutschland allgemein wird von den Befragten deutlich negativer eingestuft als die eigene Situation. 48 Prozent der 65- bis 85-Jährigen gehen davon aus, dass die materielle Situation der meisten älteren Menschen in Deutschland mäßig ist; weitere 31 Prozent vermuten sogar, dass es den meisten ihrer Altersgenossen schlecht geht.

Insgesamt verfügen die 65- bis 85-Jährigen über ein Haushalts-Nettoeinkommen von durchschnittlich 2.410 Euro im Monat. Im Vergleich mit den Ergebnissen der Studie 2013 sind dies gut 200 Euro oder zehn Prozent mehr. Die persönlichen, frei verfügbaren Mittel der 65- bis 85-Jährigen sind in vier Jahren um 20 Prozent von monatlich 522 Euro auf 628 Euro gestiegen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede: Das frei verfügbare Einkommen differiert zwischen 351 Euro bei Personen der Gruppe mit niedrigerem Einkommen und durchschnittlich 1.027 Euro bei Personen der Gruppe mit höherem Einkommen.

Noch positive Gesundheitsbilanz

Die Unterschiede zwischen den sozialen Schichten zeigen sich im Einkommen und der persönlichen Gesundheitsbilanz. 40 Prozent der 65- der 85-Jährigen bewerten ihren Gesundheitszustand als uneingeschränkt positiv. Doch während 52 Prozent der 65- bis 85-Jährigen aus den höheren sozialen Schichten eine positive Bilanz ihres Gesundheitszustandes ziehen, ist dies nur bei 28 Prozent der Gleichaltrigen aus den unteren sozialen Schichten der Fall. Gleichzeitig kennen elf Prozent der 65- bis 85-Jährigen die Situation, auf Hilfe und Pflege durch andere angewiesen zu sein, bereits aus eigener Erfahrung. Diese Erfahrungen nehmen jenseits der 80 Jahre auf 21 Prozent zu. Insgesamt 20 Prozent der 65- bis 85-Jährigen sind mit der Situation konfrontiert, dass ihr Partner Pflege benötigt.

Digitale Medien werden genutzt

Beim Umgang mit technischen Entwicklungen zeigen sich Trends. So nutzt immerhin jeder Zweite der 65- bis 85-Jährigen das Internet. Auffällig dabei ist, dass von den 65-bis 74-Jährigen zwei Drittel im digitalen Netz unterwegs sind, bei den 75- bis 85-Jährigen hingegen nur ein Drittel. Besonders stark unterscheidet sich die Internetnutzung in den verschiedenen Einkommensgruppen. Während gerade einmal 23 Prozent der 65- bis 85-Jährigen aus den unteren sozialen Schichten online aktiv sind, sind es bei den Gleichaltrigen aus der Oberschicht 81 Prozent.

Generell zeigt sich beim Thema Technik eine Spaltung: Insgesamt gaben 34 Prozent der 65- bis 85-Jährigen an, Interesse an neuer Technik zu haben und gerne etwas Neues auszuprobieren. Bei Personen aus der Oberschicht waren es sogar mehr als die Hälfte (52 Prozent). Dagegen fühlen sich 39 Prozent aller Befragten von neuer Technik genervt und überfordert. Bei Personen mit niedrigerem sozioökonomischem Status sind es gar 51 Prozent.

„Digitale Innovationen können Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alter enorm unterstützen. Hier können wir als Versicherer einen umfassenden Beitrag leisten. Die Studie zeigt, dass ein Teil der älteren Menschen dieser Entwicklung aufgeschlossen gegenübersteht, eine andere Gruppe allerdings Gefahr läuft, digital abgehängt zu werden. Wir müssen uns also überlegen, wie wir diese Gruppe mit digitalen Innovationen besser erreichen können”, so Dr. Andrea Timmesfeld, Head of Public Affairs & Community Engagement.

„Die Ergebnisse der Generali Altersstudie weisen auf einen gemeinsamen Auftrag an Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft hin. Es wird künftig noch stärker darum gehen, Eigenverantwortung und Prävention zu stärken und zu unterstützen. Wir richten unsere Produkte und Dienstleistungen konsequent darauf aus”, erläutert Expertin Dr. Timmesfeld abschließend. (db)

Generali-Studie kaufen

Die Generali Altersstudie wird im Buchhandel als „Generali Altersstudie 2017 – Wie ältere Menschen in Deutschland denken und leben“, Springer Verlag GmbH, ISBN 978-3-662-50394-2, für 19,99 Euro verkauft.