Nächste Hiobsbotschaft für P&R-Anleger

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Die ca. 54.000 Anleger des insolventen Containerinvestors P&R müssen damit rechnen, dass der Großteil des von ihnen investierten Geldes verloren ist. Möglicherweise verlieren sie aber noch mehr Geld: Einige Finanzämter fordern Steuernachzahlungen – weil die Anleger überhaupt keine Container erworben haben.

Wie die Anwaltskanzlei Schirp und Partner vermeldet, wurden im Januar erster P&R-Anleger von ihrem Finanzamt aufgefordert, Nachweise über die Existenz ihrer Container und das Fortbestehen des Leasingvertrages vorzulegen. Jedoch hätten die meisten Anleger diese Nachweise nicht, da etwa eine Million Container fehlen (finanzwelt berichtete). Von den betrogenen Anlegern könnte das Finanzamt AfA-Abzüge der Vergangenheit für die „Phantom-Container“ rückwirkend versagen. Die Anschaffungskosten konnten mit bis zu 10 % jährlich abgeschrieben werden. Somit droht vielen Anlegern eine erhebliche Rückzahlung, inkl. Zinsen. (ahu)