Nach Brexit-Abstimmung: Brüssel in der Zwickmühle

Die Parteien London und Brüssel kommen bei dem Verhandlungen über den Brexit auf keine gemeinsame Lösung. Im schlechtesten Fall folgt ein ungeregelter Brexit, welcher Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland mit sich ziehen würde. Nachverhandlungen und der Antrag zur Verschiebung des Austrittstermins wurden bereits abgelehnt.

Beim Brexit kommen London und Brüssel auf keine gemeinsamen Einigungen. Die britische Premierministerin May soll die Garantieklausel für eine offene Grenze zwischen Irland und Nordirland nachverhandeln, da die Abgeordneten sonst einen Verbleib in der Zollunion mit der EU befürchten. Zustimmung aus Brüssel führten zu nichts, da das gegenseitige Misstrauen sehr tief sitzt.

EU-Ratschef Donald Tusk lehnte nach den Abstimmungen in London weitere Nachverhandlungen ab. Sollten die Parteien auf keine gemeinsame Lösung kommen, folgt ein ungeregelter Brexit. Dieser hat Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland zur Folge.

Um eine Lösung finden zu können, bat London um eine Verschiebung des Austrittstermins, doch der Antrag wurde vom Parlament in Westminster abgelehnt.

Die Londoner Börse ist von den Verhandlungen nicht betroffen, der FT-100 Index stieg sogar um 0.89% an.