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Dr. Matthias Hallweger, Vorstand der HMW Emissionshaus AG / Foto: © HMW

Die Pandemie hat offenbart, wie wichtig die Förderung innovativer Unternehmen ist. BioNTech ist mittlerweile jedem ein Begriff. Die MIG Fonds waren Gründungsinvestoren beim Mainzer Start-up. Aber auch andere vielversprechende Geschäftsmodelle sind im Portfolio der MIG Fonds. Gründe genug für ein Gespräch mit Dr. Matthias Hallweger, Vorstand der HMW Emissionshaus AG.

finanzwelt: Mit Blick auf das nun ablaufende Jahr, wie hat sich insbesondere die Venture Capital/Private Equity-Zunft geschlagen?
Dr. Matthias Hallweger» Wie überall in den großen Assetklassen gibt es auch im VC Bereich Licht und Schatten in Zeiten von Corona. Schatten, weil die Einschränkungen der letzten Monate und Nervositäten natürlich auch die VC Branche erreicht haben. Licht, und davon reichlich, weil das Thema Finanzierung junger Technologieunternehmen zur Lösung existentieller Probleme und Herausforderungen eine ganz neue Bedeutung erlangt hat. Wir müssen etwas tun, wir alle, wenn wir Dinge verändern wollen. Dazu gehört das Verhalten jedes einzelnen und dabei eben auch dessen Investment-Verhalten. Will ich mit meinem Geld den nächsten Corona-Impfstoff finanzieren und Werte steigern oder will ich an Spekulationen um Edelmetall oder Immobilien dabei sein?

finanzwelt: Sie sprechen Wertsteigerungen an. Für Anleger ganz entscheidend. Nun sind Ihre MIG Fonds 7,8 und 9 in BioNTech investiert. Ein Geldregen für die Investoren…
Dr. Hallweger» BioNTech war eines unserer aktuell 29 Portfoliounternehmen und hat wahrhaft für sagenhafte Schlagzeilen gesorgt und macht dies weiter. Für unsere Anleger, aber auch Finanzdienstleister, die am entsprechenden Exit-Beteiligungsprogramm partizipieren, sind das phantastische Nachrichten. Mehr als 750 Millionen Euro Gesamtausschüttung stehen einem Investment in Höhe von 13 Millionen Euro gegenüber. Wir gehörten 2008 zu den Gründungsinvestoren der BioNTech. Da hat einfach alles zusammengepasst und das nötige Glück kam auch dazu. Wir haben aus Visionen Werte geschaffen, große Werte. Vermutlich einer der größten Erfolge der geschlossenen Fondsbranche in Deutschland.

finanzwelt: Die Erfolgsmeldungen aus dem BioNTech-Exit sind aber nicht die einzigen. Auch der Exit bei Hemovent lässt aufhorchen. Zunächst: Was ist hier die zugrundeliegende Story?
Dr. Hallweger» Hemovent, 2008 in Aachen gegründet, ist Entwickler und Hersteller von ECLS-Systemen für die Intensivmedizin. Abgeleitet von der klassischen Herz-Lungen-Maschine übernimmt diese innovative Technik die Herz- und/oder die Lungenfunktion eines Patienten für einige Tage bis hin zu mehreren Wochen. Hemovent kann all das in viel kleineren Geräten, mobil und schneller am Patienten, einfacher und effektiver.

finanzwelt: Und nun wurde das vielversprechende Unternehmen verkauft.
Dr. Hallweger» Ja, die Hemovent wurde für mehr als 120 Millionen Euro an das chinesische Unternehmen MicroPort verkauft. Die beiden MIG Fonds 14 und 15 sind mit über 27 Prozent an Hemovent beteiligt. Insofern können sich Tausende Anleger wiederum über eine Vervielfachung des in Hemovent investierten Kapitals freuen. Nach den überwältigenden Nachrichten von BioNTech der nächste Coup. Zudem der Standort Deutschland bei Hemovent ausgebaut werden wird und weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Finanzdienstleister, die uns ihr Vertrauen schenken, sind ebenfalls Nutznießer dieses Exits. Insofern glänzende Neuigkeiten in doch sehr herausfordernden Zeiten.

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