Mindestlohn auf Schweizer Art

Nach fünf Jahren ist es mal wieder so weit. In der Schweiz werden die Mindestlöhne für die Bankenbranche angepasst. Arbeitszeiterfassung ist für Gutverdienende abwählbar.

2014-09-22 (fw/db) Erstmals seit 2009 wird der Mindestlohn in der Schweizer Bankenbranche angehoben. Auch die Regelung der Arbeitszeiterfassung wird erneuert.

Der Mindestlohn in der Bankenbranche beläuft sich in Zukunft auf 52.000 Franken (43.067 Euro) pro Jahr. Das sind 2.000 Franken (1.657 Euro) mehr als seit der letzten Mindestlohnanpassung von 2009 galten.

Wie der Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz am Freitag mitteilte, erhalten Angestellte mit einer abgeschlossenen Berufslehre künftig  ein Jahresgehalt von mindestens 56.000 Franken (46.382 Euro). Auf diese Werte hätten sich die Sozialpartner der Branche geeinigt.

Bereit sei man in der Branche auch für eine Regelung der Arbeitszeiterfassung. Darauf verzichten können künftig Arbeitnehmer, welche über Zeitsouveränität und ein Mindestgehalt von mehr als 132.000 Franken (109.333 Euro) verfügen, Boni-Zahlungen werden dabei nicht eingerechnet.