Mehrheit für „Bürgerversicherung“

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Die Mehrheit der Bundesbürger spricht sich für eine Umgestaltung des Krankenversicherungssystems aus. Demnach sollten sich alle Bürger in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern müssen. Auch Personengruppen wie Selbstständige, Besserverdienende und Beamte.

(fw/ah) Dies geht aus einer aktuellen Umfrage für das Magazin Reader’s Digest hervor. Die Mehrheit der Bürger ist offenbar der Ansicht, dass das Solidarsystem damit gestärkt würde.
Vor allem in den östlichen Bundesländern sind 70 % der Befragten für die Abkehr von den privaten Kassen. Das Thema „Zwei-Klassen-Medizin” ist nicht neu und heizt die Gemüter an.

Knapp die Hälfte fordert einen Versicherungsbeitrag, der sich am Einkommen orientiert. Nur 10 % sprechen sich für die sogenannte Kopfpauschale aus, bei der jeder Bürger unabhängig vom Einkommen denselben Beitrag bezahlt. Aus Sicht von Prof. Michaela Wänke von der Universität Mannheim sind die Umfrageergebnisse ein klares Signal: „Wie es scheint, finden die meisten Deutschen es richtig, dass Menschen mit höherem Einkommen auch mehr zur Allgemeinheit beitragen.”

Ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, bis zu 20 % ihres Einkommens zu bezahlen, damit der Standard der medizinischen Versorgung erhalten bleibt.

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