Mehr Kapitalanlagen als AIF

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Im ersten Quartal 2017 wurden sechs Publikums-AIF und 13 Vermögensanlagen von der BaFin zum Vertrieb zugelassen. Dies geht aus der aktuellen Analyse der Ratingagentur Scope hervor.

Auf dem Markt für geschlossene Publikums-AIF gab es zum Jahressstart keine bedeutende Veränderung zum Vorjahr. So wurden zwischen Januar und März mit sechs Produkten zwei Fonds mehr zugelassen als im Vorjahreszeitraum, jedoch sank das geplante Eigenkapitalvolumen um rund 1 Mio. Euro auf 143 Mio. Euro, womit das durchschnittlich prospektierte Eigenkapitalvolumen auf 24 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro) zurückging. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass in den ersten drei Monaten des neuen Jahres kein Fonds mit einem Volumen von über 50 Mio. Euro neu auf den Markt kam.

Auch bezüglich der Assetklasen gibt es keine Veränderungen, denn Immobilienfonds dominieren wie auch in den vergangen Jahren das Angebot: Lediglich zwei Fonds investieren nicht in Immobilien, sondern Infrastruktur und Private Equity. Vier der sechs Fonds, die 70 % des prospektierten Eigenkapitals repräsentieren, sind risikogemischt. Davon sind drei jedoch Blindpool- bzw. Semi-Blindpool-Konstruktionen.

Deutlich häufiger als Publikums-AIF sind Vermögen nach dem Vermögensanlagegesetz, von denen im ersten Quartal 2017 13 Angebote mit einem zu platzierenden Kapital von rund 146 Mio. Euro auf den Markt kamen. Diese gliedern sich in sechs Unternehmensbeteiligungen, vier Nachrangdarlehen, zwei Direktinvestments und eine Namensschuldverschreibung. In den Vermögensanlagen sind auch zwei Container-Direktinvestments enthalten, die seit Jahresanfang unter das Vermögensanlagegesetz fallen und damit prospektpflichtig sind. Die beiden Investments kommen insgesamt auf eine zu platzierendes Volumen von rund 65 Mio. Euro. (ahu)

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