Mehr als nur eine „Pflegeimmobilie“

Eine Visualisierung der derzeit von der Wirtschaftshaus AG errichteten Pflegeimmobilie in Unna / Foto: © Wirtschaftshaus

Der Begriff „Pflegeheim“ hat einen eher negativen Klang, schwingt doch irgendwie mit, dass man sein Leben nicht mehr selbständig führen kann. Mit Pflegeimmobilien der fünften Generation soll sich das nun ändern. Eine solche errichtet derzeit die WirtschaftsHaus AG.

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland nimmt ständig zu, weshalb immer mehr Anleger Pflegeimmobilien als Kapitalanlage entdecken. „So sichern Anleger sich eine Altersvorsorge und schaffen gleichzeitig benötigte Pflegeplätze. Doch diese Objekte sollten nicht nur als Kapitalanlage gesehen werden, sondern es geht vor allem darum, ein Zuhause für Senioren zu errichten“, erklärt Sandro Pawils, Vorstandsmitglied der WirtschaftsHaus AG. Das Unternehmen aus Garbsen bei Hannover errichtet derzeit in Unna-Hemmerde eine Pflegeimmobilie der fünften Generation (finanzwelt berichtete). Wenn die dreigeschossige Immobilie mit 80 Wohneinheiten im nächsten Jahr fertiggestellt sein wird, soll dort eine Kombination aus Privatheit, Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Selbstbestimmtheit für einen lebenswerten Ruhestand sorgen. Die Senioren sollen darin nicht nur betreut und gepflegt werden, sondern ihr Leben auch im Alter selbstbestimmt fortführen können. So hat die nun entstehende Immobilie in Unna ein lichtdurchflutetes Atrium, womit zwischen den Bewohnern Gemeinschaft geschaffen und gefördert werden soll. Bereits an anderen Orten wie im münsterländischen Ochtrup, im ostfriesischen Jemgum oder in Geeste-Dalum im Emsland sowie auf der Nordseeinsel Langeoog wurden bereits Atriumhäuser errichtet, die nach den empfohlenen Planungen der Bürgerhilfe Dienstleistungs- und Service gGmbH entstanden und sich bei den Bewohnern großer Beliebtheit erfreuen. „Dieser Bereich ist das Herzstück des Hauses: eine Begegnungsstätte, in der sich Bewohner und Besucher in einer hellen Atmosphäre begegnen und aufhalten können“, berichtet Sandro Pawils. Durch ein modernes System verschiebbarer Wände können die Gemeinschaftsräume zudem schnell zu einem Multifunktionsareal umfunktioniert werden. Dieses lässt sich bspw. als Aufenthalts- und Therapiebereich, als Konferenzraum und inklusive Atrium sogar als Veranstaltungsraum für Aufführungen und Konzerte nutzen.

Privatsphäre ermöglichen

Da die Betreiber viel Wert auf den privaten Rückzugsraum der Bewohner legen, verfügt jede Wohneinheit über ein eigenes Bad. Die Besucher können selbst bestimmen, wann sie die Gesellschaft suchen oder lieber für sich sein wollen. Durch den Grundsatz „Leben in der Öffentlichkeit“ soll die Lebensqualität der Bewohner gefördert werden und das Pflegeobjekt zu einem Platz des Gemeinwesens gemacht werden. Zudem soll dieses in die Strukturen vor Ort integriert werden.

Durch beispielsweise Tagespflegeangebote tragen die Objekte wie das Seniorenwohnen Unna-Hemmerde dazu bei, dass Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf die Möglichkeit bleibt, länger in den eigenen vier Wänden zu leben. „Ohne solche modernen Pflegeeinrichtungen wird es schwer, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Mit einer Investition in eine Wohneinheit des Pflegeobjekts schaffen private Investoren dringend benötigte Pflegeplätze und investieren in die Region. Zudem sorgen Anleger mit dieser Investitionsform für ihr Alter vor und erhalten 4,1 % Rendite“, erklärt Sandro Pawils abschließend. (ahu)

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