Logistikimmobilien auf Wachstumskurs

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Das Jahr 2016 verabschiedete sich mit einem zufriedenstellenden Umsatzergebnis beim Industrie- und Logistikflächenumsatz. An den Top-Logistikstandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart erzielten laut Angaben von Colliers International Vermietungen und Eigennutzer ein Umsatzergebnis von insgesamt rund 2,73 Millionen Quadratmeter und damit über 400.000 Quadratmeter mehr als noch im Vorjahr.

Mit 668.800 Quadratmetern und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr wurde im abgelaufenen Jahr in der Region Hamburg die meiste Fläche generiert. Einen Anstieg um satte 27 Prozent verzeichnet das Rhein-Main-Gebiet, wo mit 584.000 Quadratmetern einen ein neuer Rekord erzielt wurde. Das Wachstum in der Region München war mit 54 Prozent doppelt so hoch wie in Frankfurt. Hier wurden 342.400 Quadratmeter Logistikfläche umgesetzt. Ebenfalls zweistellige Wachstumsraten hat der Logistikstandort Köln zu verzeichnen: Die hier umgesetzten 199.500 Quadratmeter sind 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Weiter rheinaufwärts, in Düsseldorf, wurden 343.800 Quadratmeter Fläche umgesetzt, was dem Vorjahresniveau entspricht. Mehrere großvolumige Abschlüsse verhinderten hier nach einem eher verhaltenen Jahresstart ein rückläufiges Ergebnis. Zu einem solchen kam es in Stuttgart (minus 12 Prozent, 235.000 Quadratmeter) und Berlin (-22 Prozent, 352.700 Quadratmeter). Laut dem Immobilienberater Colliers International, der die Zahlen ermittelt hat, ist der Rückgang in den beiden Städten auf das zunehmend geringe Angebot an Flächen zurückzuführen, das großvolumigen Logistikansiedlungen im Weg steht und somit den Flächenumsatz bremst.

Angebot und Nachfrage

Die Marktanteile auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt sind zwischen Handelsunternehmen sowie Logistik- und Transportdienstleistern mit 35 bzw. 38 Prozent sehr ausgeglichen verteilt. Besonders Handelsunternehmen wie Amazon und der niederländische Online-Händler Action waren für großvolumige Neubauprojekte verantwortlich kurbelten damit den Umsatz in den Regionen an. Der größten Mietvertragsabschluss außerhalb der Top-7-Standorte war der Mega-Deal von Metro mit rund 235.000 Quadratmetern Neubaufläche in Marl im Ruhrgebiet.

Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics Deutschland bei Colliers International: „Mittlerweile löst der hohe Nachfragedruck an den Top-Standorten ein Umdenken bei der Flächengewinnung aus, so dass unter Anderem neue Immobilientypen, wie mehrgeschossige Logistikzentren, in den Märkten auftauchen. Den Anfang machte dieses Jahr der Entwickler Segro in München. Erstmalig in Deutschland entsteht im Westen von München eine dieser Immobilientypen für einen internationalen Online-Händler.“

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