Lloyd Fonds wird vollständig enthaftet

Die Lloyd Fonds AG hat mit ihren Banken ein Konzept zur vollständigen Enthaftung vereinbart. Das Hamburger Emissionshaus für geschlossene Fonds wird von allen Garantien und Bürgschaften gegenüber den Banken freigestellt und löst die hauseigene Schiffspipeline komplett auf. Dies teilte das Unternehmen in einer Presseerklärung mit.

(fw/kb) Für die Freistellung von Garantien und Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 230,2 Millionen Euro (zum 31.12.2009) erhalten die Banken bis 2014 maximal 20 Millionen Euro. Allerdings hat Lloyd Fonds die Möglichkeit, den Enthaftungsbetrag durch eine Einmalzahlung im Jahr 2010 auf 12,5 Millionen Euro erheblich zu reduzieren. Bei einer Einmalzahlung im Jahr 2011 beläuft sich der Enthaftungsbetrag auf 13,65 Millionen Euro. Das Unternehmen geht davon aus, die vollständige Enthaftung noch im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen. Bis die Enthaftung wirksam wird, stellen die Banken die jeweiligen Bürgschaften und Garantien nicht fällig. Dieses Moratorium gilt bis Ende 2014.

Die maßgeblichen Altaktionäre unterstützen das erarbeitete Konzept, indem sie 2,8 Millionen Aktien aus ihren Beständen abgeben, das entspricht rund 22 Prozent des gesamten Aktienbestandes. Der Erlös aus dem Verkauf der Aktien, für die die Altaktionäre ein definiertes Rückkaufsrecht haben, fließt den beteiligten Banken zu.

Seit 1995 hat Lloyd Fonds nach eigenen Angaben 100 Fonds mit einem Investitionsvolumen von rund 4,4 Milliarden Euro initiiert. Mehr als 52.000 Anleger investierten über 1,9 Milliarden Euro Eigenkapital.

www.lloydfonds.de