Licht und Schatten bei OVB

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Der Finanzvermittler OVB konnte in diesem Jahr zahlreiche Kunden neu hinzugewinnen, musste aber sowohl bei den Provisionserlösen als auch beim Ergebnis Einbußen hinnehmen. Vom Rückgang waren alle Geschäftssegmente betroffen – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Ende September betreute der europäische Finanzvermittlungskonzern OVB Holding AG 3,33 Mio. Kunden, 1,9 % mehr als im Vorjahr. Zurückgegangen sind hingegen die erwirtschafteten Gesamtprovisionen, die mit 166,3 Mio. Euro 4,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lagen. Grund für den Rückgang ist vor allem das Deutschland-Geschäft, wo die Gesamtprovisionen von 46,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 42,9 Mio. Euro fielen. Auch im Segment Süd- und Westeuropa gingen die Gesamtprovisionen leicht zurück, von 43,9 Mio. Euro auf 42,8 Mio. Euro. Weitgehend konstant blieben sie hingegen im Segment Mittel -und Osteuropa, das 48,5 % des Umsatzes ausmacht. Hier lagen die Gesamtprovisionen mit 80,7 Mio. Euro nur leicht unterhalb des Vorjahreswertes von 81 Mio. Euro. Wie erwartet schwächte sich der Geschäftsverlauf in Tschechien ab. In der Slowakei verlief die Entwicklung hingegen ähnlich wie im Vorjahr und in Ungarn, Polen, Kroatien und Rumänien konnte sogar deutliches Wachstum erzielt werden.

Mario Freis, CEO der OVB Holding AG, zeigt sich mit dem bisherigen Jahresverlauf insgesamt zufrieden: „Die wachsende Anzahl unserer Kunden belegt den steigenden Bedarf der Bevölkerung in Europa an einer persönlichen und qualifizierten Allfinanzberatung.“

Umsetzung strategischer Maßnahmen beeinflusst Ergebnis

Insbesondere die regulatorischen Auswirkungen in den bedeutenden Ländermärkten Deutschland und Tschechien stellen eine zunehmende Herausforderung für die OVB dar. Das Ergebnis wird auch noch durch die geplante Ausweitung der investiven Aufwendungen zur Stärkung der mittel- und langfristigen Zukunftsfähigkeit beeinflusst. Im Berichtszeitraum lag das operative Ergebnis des OVB Konzerns bei 10,5 Mio. Euro, 1,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreszeitraum.

Der Vorstand bleibt für das Gesamtjahr 2017 bei seiner Erwartung, einen Umsatz leicht  unter Vorjahresniveau und ein moderat sinkendes operatives Ergebnis zu erreichen. (ahu)

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