LGT: Zeit für Chinas Aktien steht noch bevor

Die Hoffnung auf eine geldpolitische Lockerung in China steigt seit einiger Zeit. Aktienkleiner chinesischer Firmen haben sich dementsprechend etwas erholt, nachdem sie mehrein Jahr lang die globalen Schlusslichter waren. Eine dauerhafte Rallye wird jedoch erstnach einer klaren Entspannung des Zinsausblicks in China erfolgen – und dafür ist es nochzu früh, meint Mikio Kumada, Global Strategist bei der LGT Capital Management.

(fw/ah) Als einzige große Volkswirtschaft hat China seine Geldpolitik bisher nicht wesentlich gelockert. Die vorgeschriebene Einlagenreservenquote («RRR») für Großbanken wurde zwar seit November zweimal um jeweils 50 Basispunkte auf 20,5 Prozent reduziert, doch im Gesamtbild stellt dies nur einen kleinen Schritt dar. Die Quote steigt seit 2003 fast kontinuierlich. Aktien kleiner chinesischer Unternehmen («Small Caps») reagieren sensibler auf Zinsbewegungen, als auf Veränderungen der Einlagenquote. Nachdem China im November 2009 mit den Erhöhungen der Einlagenquote begann, verlor dieses Marktsegment im internationalen Vergleich an Stärke. Doch die eigentliche relative Talfahrt der chinesischen Nebenwerte setzte erst nach der ersten Zinserhöhung ein Jahr später ein, also im November 2010. Dementsprechend begann sich eine gewisse Stabilisierung in diesem Segment abzuzeichnen, nachdem im November 2011 die Einlagenquote wieder zu sinken begann. Nach diesem Muster ist erst nach dem Beginn von Zinssenkungen mit einer dauerhaften Rückkehr der relativen Stärke chinesischer «Small Caps» zu rechnen.

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