LGT sieht Investmentchancen in Osteuropa

7ed1b3763b0a54d8.basiliuskathedrale.jpg
© Gina Sanders - Fotolia.com

Im Vergleich mit ihren westlichen Nachbarn weisen die viele osteuropäische Länder auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus deutliche Defizite im Bereich der Infrastruktur auf. Nachholbedarf besteht insbesondere bei den öffentlichen Verkehrswegen sowie Wasser- und Abwassersysteme. Das könnte sich bald ändern, meint Egon Vavrek, Manager des LGT Equity Fund Emerging Europa and Mena (Auszug aus dem Original).

(fw/ah) “Die Finanzhilfen der Europäischen Union stellen eine der Hauptsäulen für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten in den osteuropäischen Mitgliedsstaaten dar. Eine herausgehobene Rolle spielen dabei vor allem die direkten Unterstützungsmaßnahen, bei denen die EU zwischen 75 und 85 Prozent der Kosten finanziert, während die jeweilige nationale Regierung für den Rest des Investitionsvolumens aufkommen muss. Da die Hilfsmaßnahmen der EU bis 2013 in Anspruch genommen sein und die damit finanzierte Projekte bis 2015 beendet sein müssen, haben wir es in der vergangenen Zeit mit einer zunehmenden Nachfrage nach den EU-Hilfsfonds zu tun. Der heraufziehende Stichtag lenkt nun geballt viel Geld in Infrastrukturmaßnahmen der osteuropäischen Länder.

Das Bevorstehen einer Reihe von internationalen Sportwettkämpfen in Osteuropa dürfte das Geschäft mit der Infrastruktur ebenfalls beflügeln. Den Start macht im kommenden Jahr die in Polen und der Ukraine ausgetragene Fußball Europameisterschaft. 2014 folgen die Olympischen Winterspiele im russischen Sochi. Ebenfalls in Russland soll 2018 dann die Fußballweltmeisterschaft als weiteres Großereignis stattfinden. Es spricht viel dafür, dass die zu erwartende Verbesserung der Infrastruktur in Osteuropa ein interessantes Investmentthema an den Aktienmärkten für solche Anleger sein dürfte, die umsichtig und mit realistischen Erwartungen am Markt agieren. Führte die Vergabe der Fußball EM an Polen und die Ukraine noch zu heftigen Kursprüngen und einem späteren bösen Erwachen insbesondere an der polnischen Börsen, so zeigt die gedämpftere Marktreaktion auf die Vergabe der Olympischen Winterspiele an Russland, dass die Anleger wieder zu Bodenhaftung und gesundem Realismus gefunden haben. Der Markt könnte hiervon durch eine nachhaltige und weniger volatile Aufwärtsentwicklung profitieren.”

http://www.lgt.com/de/index.html