LGT: EU-Gipfelbeschlüsse sind kein großer Wurf

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Die dauerhafte, umfassende Lösung, wie sie am 9. Oktober angekündigt wurde, brachte der EU-Gipfel nicht. Mit der stärkeren Involvierung privater Gläubiger, der Refinanzierung der Banken und der Hebelung der EFSF-Kapazität haben die Euroländer in drei entscheidenden Fragen Fortschritte erzielt. Alle Probleme sind damit allerdings noch nicht gelöst, meint Michael Kappeler, Financial Economist bei der LGT Capital Management.

(fw/ah) Mit dieser Maßnahme kann der Kapitalbedarf Griechenlands für die kommenden Jahre reduziert werden. Halbiert wird die griechische Staatsverschuldung durch den beschlossenen Abschlag jedoch nicht, da die nichtprivaten Gläubiger, die von der Maßnahme ausgenommen sind, rund einen Drittel der gesamten ausstehenden Verpflichtungen ausmachen. Erklärtes Ziel ist es, die griechische Staatsverschuldung mit den beschlossenen Maßnahmen von heute 166% des Bruttoinlandprodukts (BIP) bis 2020 auf 120% des BIP zu senken. Dieser Plan beruht jedoch auf den eher optimistischen Annahmen des IWF. Analysten schätzen die effektive Reduktion der griechischen Staatsverschuldung durch die beschlossene Maßnahme auf 20-30%.

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