Leitzinsen verharren auf niedrigem Niveau

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Nach Einschätzung führender deutscher Ökonomen wird die Europäische Zentralbank (EZB) auf absehbare Zeit nicht dem Beispiel anderer Notenbanken folgen und den Leitzins für die Euro-Zone anheben. Insbesondere potenzielle Hauskäufer dürften sich über das anhaltend niedrige Zinsniveau freuen.

(fw/ah) Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, gab am Freitag gegenüber Handelsblatt Online bekannt, dass zwar in Teilen des Euroraums, vor allem in Deutschland, eine kräftige Erholung eingesetzt habe, das Produktionsniveau von vor der Krise aber noch nicht erreicht sei. Er verwies ferner darauf, dass die Banken- und Vertrauenskrise in bestimmte Staatsanleihen andauere. In Schweden und vor allem Korea sei die Lage hingegen anders, gab Horn zu bedenken, da dort die Erholung weitaus kräftiger gewesen sei und nunmehr ein Aufschwung eingesetzt habe. Nach Norwegen reagierte die schwedische Riksbank Anfang dieser Woche als zweites europäisches Land mit einer Zinsanhebung auf die erstarkende Konjunktur. Aktuell liegt der Leitzins in Stockholm nach der Anhebung bei 0,5 Prozent.