Krisenszenarien bestehen weiterhin

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Investoren schauen sich die Probleme der schwachen Euro-Länder wieder näher an. So steigen die Risikoprämien der Anleihen von schuldengeplagte Nationen deutlich, wie das Handelsblatt berichtet. Sichere Bundesanleihen erfreuen sich hingegen starker Beliebtheit.

(fw/ah) Investoren verkaufen Anleihen krisengeschüttelter Länder, wie Portugal, Irland, Italien, Spanien und Griechenland. Am meisten unter Druck gerieten laut Handelsblatt Anleihen aus Irland und Griechenland, deren Risikoprämien zu zehnjährigen Bundesanleihen vergangene Woche auf über acht und drei Prozentpunkte anzogen. Damit lagen sie auf den höchsten Ständen, seitdem die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds Mitte Mai das 750 Mrd. Euro schwere Hilfspaket für den Euro-Raum ankündigt hatten.

Gleichzeitig sind sichere Bundesanleihen extrem gefragt. Die zehnjährige Bund-Rendite markierte vergangene Woche ein Rekordtief und fiel am Freitag auf bis zu 2,39 Prozent.

Auslöser für die Flucht in sichere Bundesanleihen sind vor allem die neuen Sorgen um die US-Konjunktur und zuletzt enttäuschende Wachstumszahlen aus Griechenland und Spanien. “Wir haben ein Europa der zwei Geschwindigkeiten”, meint dazu David Schnautz, Zinsstratege bei der Commerzbank.