Konjunkturperspektiven unsicher

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Das Muster von Schwankungen ohne einen klaren Trend hat sich an den Aktien- und Währungsmärkten fortgesetzt. Wichtigster grundlegender Treiber für diese Entwicklung ist offenbar vorsichtiges Anlegerverhalten. Diese Ansicht vertritt die Credit Suisse in ihrem Research daily.

(fw/ah) Schon seit Längerem können wir am deutschen Aktienmarkt das Bild einer Schaukelbörse ausmachen. Der Aktienindex bewegt sich um die Marke von 6.000 Zählern. Leichter Pessimismus macht sich auch in den USA breit. Die veröffentlichten Unternehmensergebnisse für das 2. Quartal bestätigen einerseits das uneinheitliche Muster, sind aber andererseits insgesamt stark genug, um die Einschätzung zu untermauern, dass die Aktienbewertungen derzeit günstig sind. Die Rede des US-Notenbankers Bernanke vor dem Senat hat die Anleger jedoch kaum ermutigt. Der Fed-Präsident verwies auf die Schwäche der aktuellen Daten und bezeichnete die Konjunkturperspektiven als “unsicher”. Er enttäuschte allerdings einige Anleger, indem er lediglich versicherte, die Fed sei bereit, im Notfall zu handeln, anstatt unmittelbare Massnahmen anzukündigen.

Stattdessen ging er viel ausführlicher auf das Thema Exit-Strategien ein. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich das Wachstum der US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte etwas verlangsamen wird.