Katastrophenschäden auf historischem Tiefstand

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Nach Angaben der Munich Re wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres zwar überdurchschnittlich viele Naturkatastrophen registriert, die Schäden waren aber dennoch deutlich geringer. Im zweiten Halbjahr könnte sich das ändern.

Laut der NatCatService-Datenbank der Munich Re gab es im ersten Halbjahr 2018 430 relevante Naturkatastrophen, deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt von 250. Die Zahl der dadurch verursachten Schäden lag aber mit 33 Mrd. Dollar, etwa die Hälfte des Vorjahreswertes und des preisbereinigten Durchschnitts der vergangenen 30 Jahre. Zudem ist es der niedrigste Wert seit 2005, als inflationsbereinigt Schäden in Höhe von 29 Mrd. Dollar entstanden. Der Anteil der versicherten Schäden lag bei 17 Mrd. Euro und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in den ersten sechs Monaten der letzten 30 Jahre. Im Vorjahr hatte der Anteil der versicherten Schäden noch 25,5 Mrd. Dollar betragen.

“Es ist gut, dass nach extremen Katastrophen mit Rekordschäden wieder eine Phase mit geringen Schäden zu verzeichnen war. Bei Betrachtung eines kurzen Zeitraums ist das natürlich stark zufallsbedingt. Wichtig ist, langfristige Entwicklungen zu kennen. Wir müssen deshalb weiter jede Anstrengung unternehmen, die Hintergründe von Naturkatastrophen zu verstehen und mit klugen Präventionsmaßnahmen Schäden vorzubeugen”, erläutert Torsten Jeworrekt, Mitglied des Vorstands von Munich Re.

Da gerade im Sommer Unwetter hohe Schäden verursachen und die atlantische Hurrikansaison hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte liegt, ist es gut möglich, dass die Schäden zwischen Juli und Dezember deutlich höher liegen als zwischen Januar und Juni. So verursachten im letzten Jahr allein die drei verheerenden Hurrikans Harvey, Irma und Maria Gesamtschäden in Höhe von 340 Mrd. Dollar. (ahu)

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