Jyske: befürwortet klassische Mischfonds

Anders Weihrauch

Jyske Invest setzt von Haus aus auf klassische Mischfonds. In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen und komplexer Multi-Asset Lösungen, bewertete Jyske Invest die Aktien-Anleihe-Strategien nochmals im aktuellen Marktumfeld. Das Ergebnis: Klassische Mischfonds bewähren sich auch in Niedrigzinsphasen und Anleihen bleiben ein guter Diversifikator.

Anders Weihrauch, Cross-Asset-Analyst von Jyske Invest, sieht auch für Mischfonds mit einem Long-only-Ansatz, die ihr Vermögen innerhalb fester Grenzen auf Aktien und Anleihen verteilen, gute Möglichkeiten, attraktive Erträge zu erzielen. „Wir managen unsere Strategy-Portfolios innerhalb fester Korridore für die Asset-Klassen. Die Kunden wissen so immer, wie viel Risiko sie mit den einzelnen Strategien eingehen“, erklärt Anders Weihrauch. Ein diversifiziertes Portfolio mit aktiver Asset-Allokation und eine profunde Titelauswahl sind für ihn die Basis für den Erfolg. Aktuell gewichtet Jyske Invest in den Strategy-Portfolios Aktien zulasten traditioneller Anleihen über. Hochzins- und Emerging-Markets-Anleihen sind neutral gewichtet. Klassische Mischfonds bewähren sich auch in der Niedrigzinsphase. Den von einigen Seiten geäußerten Befürchtungen, dass es klassische anleihelastige Mischfonds im Umfeld niedriger und steigender Zinsen schwer haben, kann Anders Weihrauch nicht zustimmen. Der Cross-Asset-Analyst von Jyske Invest sieht auch für Mischfonds mit einem Longonly- Ansatz, die ihr Vermögen innerhalb fester Grenzen auf Aktien und Anleihen verteilen, sehr gute Möglichkeiten, weiterhin attraktive Erträge zu erzielen. Ein diversifiziertes Portfolio mit aktiver Asset-Allokation und eine profunde Titelauswahl sind die Basis für den Erfolg. Aktuell gewichtet Jyske Invest in den Strategy-Portfolios Aktien zulasten traditioneller Anleihen über. Hochzins- und Emerging-Markets-Anleihen sind neutral gewichtet. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld hat Befürchtungen geschürt, dass vor allem klassische Mischfonds mit hohem Anleiheanteil keine attraktiven Erträge mehr erzielen können. Sicherlich sind die niedrigen Zinsen und Anleiherenditen eine Herausforderung für das Anleihe- Management in gemischten Portfolios. „Aber auch als Long-only-Investor sehen wir nach wie vor gute Chancen, im Anleihebereich Rendite zu erzielen“, sagt Anders Weihrauch. Dafür brauche er auch nicht alle Freiheiten, wie sie sogenannte Unconstrained-Manager haben. „Wir managen unsere Strategy- Portfolios innerhalb fester Korridore für die Asset-Klassen. Die Kunden wissen so immer, wie viel Risiko sie mit den einzelnen Strategien eingehen“, erklärt Weihrauch.

Negative Korrelation von Aktien und Anleihen bleibt langfristig intakt

Klassische Aktien-Anleihe-Mischfonds wie der defensive Jyske Invest Stable Strategy oder der ausgewogene Jyske Invest Balanced Strategy profitieren weiterhin von der negativen Korrelation der beiden Asset-Klassen. An einen zunehmenden Gleichlauf, wie er von einigen Marktteilnehmern heraufbeschworen wird, glaubt Weihrauch nicht: „Langfristig werden die Korrelationen dafür sorgen, dass die Anleiheseite einen Teil des Aktienengagements absichert.“ Die kurzfristige Entwicklung von Korrelationen kann jedoch von externen Faktoren beeinflusst werden. Zum Beispiel hängt sie davon ab, warum die Zinsen steigen. Wenn die US-Notenbank Fed die Zinsen zu schnell erhöht, bevor der Markt dazu bereit ist, dürfte die Risikoaversion der Anleger wieder steigen und die Korrelationen sich kurzfristig Richtung 1 verschieben, Aktien und Anleihen sich also einem Gleichlauf nähern. Steigen die Zinsen hingegen aufgrund eines besseren gesamtwirtschaftlichen Umfelds, sollten die Anlageklassen negativ korrelieren.

Gut diversifiziertes Anleiheportfolio schützt vor potenziellen Kursverlusten

Entscheidend für den Anlageerfolg hält Anders Weihrauch – egal im welchem Zinsumfeld – eine gute Diversifizierung des Anleiheportfolios. „Trotz der Niedrigzinsphase haben wir unsere Anleihestrategie nicht verändert. Wir glauben an Stabilität“, sagt der Asset-Allocation-Experte. Dabei profitiert er davon, Marktkommentar www.jyskeinvest.com dass die Jyske-Strategy-Fonds seit Anfang an ein diversifiziertes Anleiheportfolio aufweisen. Diese Streuung bietet auch einen Schutz gegen potenzielle Kursverluste bei steigenden Zinsen. „Die Anleiherenditen müssten schon sehr schnell und sehr deutlich steigen, bevor unser Anleiheportfolio stark belastet würde“, sagt Weihrauch. Den größten Teil im Anleiheportfolio nehmen traditionelle Anleihen aus den Industrieländern ein. „Wir investieren hier weltweit und sichern die Währungen gegenüber dem Euro ab“, so Anders Weihrauch. Aufgrund der speziellen Expertise seines Teams zählen dänische Pfandbriefe zu den bevorzugten Anleihen. Gegenüber dänischen oder deutschen Staatsanleihen haben die dänischen Pfandbriefe einen Renditevorteil und sind auch unter Berücksichtigung des Risikos deutlich attraktiver. Der Markt ist relativ liquide, und wir haben die Kompetenz, die richtigen Papiere auszuwählen – quasi ein ‚Heimvorteil‘“, so Weihrauch. Insgesamt weist das traditionelle Anleiheportfolio daher eine Effektivverzinsung von 1,2 Prozent aus, was gegenüber einer Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen bei nahe Null durchaus attraktiv ist.

Aktien sind aktuell das bessere Risiko

Seine internationale Expertise spielt Weihrauchs Team im renditestärkeren Segmente Hochzins- und Emerging-Markets-Anleihen aus, die seit Auflegung einen festen Platz in den Portfolios haben. Die Hochzinsanleihen in den Portfolios weisen zurzeit eine durchschnittliche Rendite von rund 5 Prozent aus, die Emerging-Markets-Anleihen eine Rendite von 5,3 Prozent. Beide Bereiche sind zurzeit neutral gewichtet. „Wir nehmen das Risiko lieber bei Aktien“, erläutert Weihrauch. Im Hochzinsbereich bereitete insbesondere der Energiesektor in den USA aufgrund des Ölpreisverfalls Sorgen. Aktuell scheint sich die Lage etwas beruhigt zu haben, das Risiko ist aber noch erhöht. Aktien gegenüber ist Weihrauch positiver gestimmt. Sie sind in den Jyske-Strategy-Portfolios zurzeit zulasten traditioneller Anleihen übergewichtet. Die quantitative Analyse, die auf den Faktoren Wachstum, Inflation, Momentum und Saison basiert, signalisiert zwar eine leichte Untergewichtung für Aktien. Die qualitative Einschätzung ist aber deutlich optimistischer. „Der Ölpreis und die chinesische Währungspolitik haben sich stabilisiert, Rezessionsängste in den USA sind abgeflaut. Darüber hinaus stützen die Notenbanken mit ihrer Politik die Aktienmärkte, und im Vergleich zu anderen Assetklassen sind Aktien noch immer günstig bewertet“, fasst Anders Weihrauch die Argumente zusammen. Anders Weihrauch, Cross-Asset-Analyst von Jyske Investwww.jyskeinvest.com