Josef Ackermanns (unrühmlicher) Abgang

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Josef Ackermann - Quelle: Word Economic Forum

Als Deutsche-Bank-Chef war er lange geradezu verhasst, in der Finanzkrise räumte er (eigene) Fehler ein: Josef Ackermann. An ihm scheiden sich die Geister. Sein überraschender Rücktritt bei Zurich nach dem Suizid des Finanzchefs wirft viele Fragen auf.

(fw/ah) „Um jede Rufschädigung zulasten von Zurich Insurance zu vermeiden, habe ich beschlossen, von all meinen Funktionen im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung zurückzutreten”, teilte er am Mittwochabend mit. Eine Diskussion kam nicht zustande; seine Entscheidung stand fest. Dahinter steht der anfangs der Woche bekannt gewordene Tod des Zurich-Finanzvorstands Pierre Wauthier. Mittlerweile scheint wohl Klarheit darüber zu bestehen, dass Wauthier Selbstmord begangen hat. Die Witwe machte nun ungewollt Schlagzeilen mit der Behauptung, dass ihr Mann in die Enge getrieben worden sei.

Vor knapp zwei Jahren erfolgte die Berufung Ackermanns zum Verwaltungsratspräsidenten. Zurich, der fünftgrößte Versicherer der Welt, musste wieder auf Spur gebracht werden.
Ein langfristiges Ziel, das mit dezidierten Vorgaben verbunden ist, aber nicht kurzfristig Erfolge zeitigt. Ob der Suizid direkt mit der Personalie Ackermann und seinem Führungsstil etwas zu tun hat, ist derzeit völlig offen. Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef kann/muss sich nun neuen Aufgaben widmen. Sein Image ist durch diese tragische Sache nicht besser geworden.

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