Jetzt Schwellenländeranleihen kaufen?

Guido vom Schemm, Geschäftsführer GVS Financial Solutions GmbH / Foto: © GVS

In den letzten Wochen gaben die Kurse der Schwellenländeranleihen deutlich nach. So verlor der JPM EMBI-Index (in US-Dollar) im Jahr 2018 bereits 4 Prozent. Weltweit wachsende Schuldenberge bei gleichzeitig anziehenden Zinsen könnten das fragile Finanzmarktkartenhaus zum Einsturz bringen. Zahlreiche Investoren stellen sich aktuell die Frage, ob die Zinsaufschläge für Emerging-Market-Bonds, welche eine erhöhte Volatilität aufweisen, noch gerechtfertigt sind oder ob man in den vermeintlich sicheren Hafen der US-Staatsanleihen zurückkehren soll.

Seit einigen Monaten tendieren die Kurse von Schwellenländeranleihen gen Süden. Der Hauptgrund für die Kursrückgänge sind die anziehenden Zinsen in den USA. Die Rendite der 10-jährigen Treasuries ist seit Beginn des Jahres um fast 60 Basispunkte gestiegen und rentierten schon wieder über drei Prozent. Zudem sorgt der drohende Handelskrieg für Unsicherheit bei den Investoren. Außerdem wird der US-Dollar dank gestiegener Renditen wieder gegenüber den zahlreichen Schwellenländer-Währungen deutlich stärker

Dies hat dafür gesorgt, dass zahlreiche Investoren die „vermeintlich risikoreicheren“ Schwellenländer verlassen und stattdessen wieder den „sicheren Hafen“ US-Treasuries ansteuern.

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