Jeder ist herzlich willkommen

finanzwelt: Die Gestaltung eines neuen Studiengangs – von der inhaltlichen Ausarbeitung über die umfangreiche Organisation bis hin zur rechtlichen Beantragung – ist bestimmt kein einfacher Weg. Worin lagen in diesem Fall die besonderen Herausforderungen?

Prof. Thiemermann: Die besondere Herausforderung lag vor allem auf der inhaltlichen Ebene, weil eine Konzeption gefunden werden musste, die für die Bachelor-Studenten eine echte Weiterentwicklung darstellt und sie auf ihre weiteren Führungsaufgaben gezielt vorbereitet. Auch der interne Ablauf war herausfordernd: Dieser Studiengang ist der erste, der durch eine interne Akkreditierung gelaufen ist. Das war für alle Beteiligten in der Hochschule Neuland und nicht ganz trivial. Wir haben diese Herausforderungen aber zusammen perfekt gemeistert.

Dr. Reiffenrath: Die größte Herausforderung war die Zeitstrecke. Da braucht man echte Profis auf Hochschulseite. Neben der Akkreditierung mussten ja dann auch Studenten, die sich für das Studium interessieren, gefunden werden. Die FHDW hat ihren Part mit der nötigen Sorgfalt und hohem Einsatz gelöst, so dass auch wir genug Vorlauf für unsere Bewerbung des Studiengangs hatten.

finanzwelt: An wen richtet sich das Studium und welche Voraussetzungen müssen die zukünftigen Studenten erfüllen?

Prof. Thiemermann: Die Studenten müssen als Voraussetzung einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften mitbringen, der mind. 180 ECTS-Punkte umfasst. Das Studium richtet sich also nicht nur an Studierende, die bei uns bereits den Bachelor mit dem Schwerpunkt Finanzvertrieb abgeschlossen haben, sondern auch an Studenten, die ihren Bachelor an anderen Hochschulen absolviert haben, und sich nun als Vermögensberater weiterbilden wollen.

finanzwelt: Kann mich auch als unabhängiger Makler über diesen Studiengang qualifizieren oder während des Studiums ein anderes Unternehmen als Praxisbetrieb wählen?

Dr. Reiffenrath: Jeder ist herzlich willkommen, wenn er zu uns in den Hauptberuf wechselt. Bei den zunehmenden Herausforderungen des Marktes eine vielleicht einmalige Chance, sich im Vertrieb neu auszurichten und mit einem starken Partner zusammenzuarbeiten. Formale Zulassungsvoraussetzung für das Studium ist die wirtschaftliche Ausrichtung des Bachelor-Studiums. So kann ein einheitlicher Stand bei der Grundausbildung gesichert werden, und auf dieser Basis kann die Wissensvermittlung schon im ersten Semester auf hohem Niveau ansetzen.

Mehr über den Aufbau des Studiengangs erfahren Sie auf Seite 3