„Jahrtausender“ kurbeln Boom in Schwellenländern an

Laurent Saltiel (li) und Sergey Davalchenko (re) Portfolio Manager – Emerging Markets Equities bei AllianceBernstein / Foto: © AllianceBernstein

Die zwischen 1980 und 2000 geborenen Menschen werden ein zunehmend wichtiger Faktor in den Emerging Markets (EM). Wenn man die Lebens- und Konsumprioritäten der sogenannten „Jahrtausender“ (Millennials) begreift, eröffnen sich überraschende Anlagechancen in vielen Sektoren.

In den Wachstumsländern Asiens läuft der „Jahrtausender“-Motor auf Hochtouren. Diese Generation macht dort einen größeren Bevölkerungsanteil aus und sie sind auch relativ wohlhabender als ihre Altersgenossen in den Industrieländern. Da sie oft auch besser ausgebildet sind als ihre Eltern, verfügen sie auch über bessere Jobaussichten. Und die asiatischen „Jahrtausender“ haben ganz andere Gewohnheiten und Geschmäcker als vorherige Generationen. Diejenigen Unternehmen, die sich auf diese Generation einstellen, haben unserer Ansicht nach dauerhaftere Wachstumsaussichten.

China ist wegweisend

China verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit 415 Millionen „Jahrtausendern“ und einem relativ hohen Pro-Kopf-Einkommen ist die Kaufkraft der jungen Generation in China viel höher als in anderen Schwellenländern.

In China rechnet man laut einem Bericht von Goldman Sachs für 35 % der in den 1990er-Jahren Geborenen mit einem Hochschulabschluss, verglichen mit nur 4 % für ihre Eltern. Da 70 % der chinesischen „Jahrtausender“ bereits Hauseigentümer sind, verfügen sie über ein höheres frei verfügbares Einkommen als junge Amerikaner, welche meist mit hohen Schulden aus Studentendarlehen belastet sind. Es dürfte daher kaum überraschen, dass die Zukunftsaussichten von den EM-„Jahrtausendern“ optimistischer eingeschätzt werden als von ihren westlichen Altersgenossen.

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