Jagdfeld: Was ist dran an der Rufmordkampagne?

Anno August Jagdfeld / Foto: © Pressebild

Gar nichts, sagte nun ein Zeuge im Prozess. Dieser wird auch noch einige Wochen dauern.

Der Immobilieninvestor Anno August Jagdfeld wirft der Signal Iduna eine Rufmordkampagne vor, durch die er einen Schaden von 1 Mrd. Euro erlitten hätte. Es geht dabei um einen Fonds, den Jagdfeld für die Errichtung des Hotels Adlon aufgelegt hatte und an dem sich die Signal Iduna mit fünf Mio. Euro beteiligt hatte. Als der Fonds jedoch mit Problemen und Unstimmigkeiten zu kämpfen hatte, gründete sich eine Anlegerschutzgemeinschaft, deren Sprecher schwere Vorwürfe gegen Jagdfeld erhob. Jagdfeld ist der Meinung, dass die Signal Iduna diese Kampagne gegen seine Person initiiert und gesteuert hat und verklagte deshalb den Versicherungskonzern auf Schadenersatz. Gestern sagte ein ehemaliger Spitzenmanager der Signal Iduna als Zeuge in dem Verfahren vor dem Dortmunder Landgericht aus und erklärte, dass es eine solche Kampagne nie gegeben habe.

In den kommenden Wochen wird das Dortmunder Landgericht noch zahlreiche weitere Zeugen vernehmen. Ob Jagdfeld grundsätzlich Schadenersatz zusteht, wird wohl nicht vor Februar 2020 entschieden werden. (ahu)