Innovationsstreben in Zeiten der Nullzinspolitik

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Mit über 1.200 Besuchern konnte das Ludwig Erhard Symposium bei seiner zweiten Auflage einen neuen, die Erwartungen weit übertreffenden Teilnehmerrekord erreichen.

(fw) Bei der von Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg organisierten Wissenschaftskonferenz sprachen unter dem Motto „Innovation – Unternehmen neu denken und gestalten“ über 65 Referenten zu aktuellen Themen. Von den Teilnehmenden wurden die Möglichkeit zum aktiven, generationenübergreifenden Dialog, die hervorragende Organisation durch das studentische Team und die positive Atmosphäre im NCC Ost der Messe Nürnberg besonders gelobt.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung setzte der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder mit seinem Redebeitrag „Ludwig Erhard – ein Blick zurück und zwei nach vorne“ einen rhetorischen Glanzpunkt, an dessen Ende er an die anwesenden Studierenden appellierte: „Denken Sie quer, denken Sie anders! Nutzen Sie die zwei Tage um ihren Geist freien Lauf zu lassen. Nutzen Sie die Digitalisierung und die Algorithmen der Zukunft, um damit Geld zu verdienen. Ludwig Erhard hätte sich gefreut!“

Im weiteren Verlauf des Symposiums sprachen in den Themensträngen Finance / Tax, Human Resources, Entrepreneurship, Mobilität und Innovation, Energie, Industrie 4.0, Digitalisierung und Management renommierte Referenten wie Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, Pater Dr. Anselm Grün, ehemaliger Cellerar der Abtei Münsterschwarzach und Dr. Michael Groß, Olympiasieger und Managementberater.

Die Platin-Partner des Ludwig Erhard Symposiums, darunter die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, trugen mit Fachvorträgen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender des Qualitätsversicherers, zeigte anhand der Fragestellung „Gefährdet eine anhaltende Niedrigzinsphase die kapitalgedeckte
Altersvorsorge?“ auf, mit welchen innovativen Ideen und Strategien die Versicherungswirtschaft auf die Nullzinspolitik reagieren muss.

Die Mehrzahl der Deutschen glaubt immer noch an die Überlegenheit der staatlichen Vorsorge und steht den Schwankungen des Aktienmarktes kritisch gegenüber. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik ist es eine zentrale Aufgabe, die nächste Sparer-Generation beispielsweise im schulischen Wirtschaftsunterricht mit den Anlagechancen in Aktien und Unternehmensanleihen vertraut zu machen“, führte Dr. Zitzmann aus. Dem Wunsch der Deutschen nach Sicherheit und höheren Rendite-Chancen kämen die Lebensversicherer mit fondsgebundenen Produkten nach. Als erster großer Anbieter im Markt habe die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe bereits in den 90er Jahren die konventionelle Garantie einer Lebensversicherung mit der Anlage von Überschüssen in Aktien kombiniert und sehr gute, deutlich über den Erträgen konventioneller Kapitalanlagen liegende Renditen erzielt.

Am Ende seines Vortrags stellte Dr. Zitzmann heraus: „Ludwig Erhard war ein Kritiker des mit der Rentenreform im Jahr 1957 eingeführten Generationenvertrags. Als Lebensversicherer sehen wir die Finanzierung der Altersvorsorge in Form des Umlageverfahrens als einzige nachhaltige Lösung ebenfalls als nicht zukunftsfähig an. Nur ein Mix aus gesetzlicher Rentenversicherung, betrieblicher und privat organisierter Altersvorsorge ist für Deutschland zukunftsfähig.“