ING Investment Management: Aussichten für Rohstoffe bleiben optimistisch

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Nach Auffassung von ING Investment Management (ING IM) spricht weiterhin viel für Anlagen in Rohstoffen, da die stützenden Faktoren derzeit gegenüber den Risiken überwiegen. Die Experten von ING IM gehen davon aus, dass dieser Trend auch 2011 anhalten wird. Ein Auszug des Originalkommentars von Koen Straetmans, Senior Strategist bei ING IM.

(fw/ah) “Rohstoffe haben gut abgeschnitten, wozu das anhaltende Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen hat. Wir gehen davon aus, dass diese Dynamik auch im ersten Halbjahr 2011 anhält. Daher übergewichten wir Rohstoffe als Assetklasse weiterhin.

Laut ING IM richtete sich die Investmentnachfrage vor allem auf Edelmetalle und Gold. In jüngster Zeit kam es auch zu Zuflüssen in zyklischere Segmente. Bei Agrarrohstoffen waren dagegen bis vor kurzem die stärksten Abflüsse zu verzeichnen. Aufgrund der verheerenden Überschwemmungen in Australien und der Dürre in Argentinien ist das Angebot geschrumpft, so dass inzwischen höhere Agrarpreise erwartet werden. Kurzfristige witterungsbedingte Muster kommen zur strukturellen Trends bei der Nachfrage nach Agrarprodukten hinzu.

Die Nachfrage nach Rohstoffen und Edelmetallen, vor allem nach Gold, wird unter anderem durch niedrige Zinsen gestützt. Niedrige Zinsen verringern nicht nur die Opportunitätskosten von Rohstoffpositionen, sondern auch die Finanzierungskosten für die Lagerung von Rohstoffen. Niedrige Zinsen unterstützen außerdem die Konjunkturerholung in den Industrieländern. Außerdem dürften sie zu zusätzlichen Kapitalflüssen in die Emerging Markets führen, wo noch höhere Renditen zu erzielen sind. Sowohl die physische Nachfrage als auch die Investmentnachfrage nach Rohstoffen profitieren von einem Niedrigzinsumfeld.

Koen Straetmans kommt zu dem Ergebnis: “Die Verbesserung der weltweiten Wachstumsaussichten und höhere Realzinsen haben die Wahrscheinlichkeit verringert, dass bei Gold künftig eine Outperformance verzeichnet wird. Daher nehmen wir bei Edelmetallen und Gold wieder eine neutrale Position ein. Wir haben Industriemetalle kürzlich übergewichtet, Kupfer bleibt der attraktivste Rohstoff und Aluminium erscheint

ebenfalls vielversprechender. Wir bleiben im Agrarsektor leicht übergewichtet und ziehen Mais gegenüber Weizen vor. Insgesamt sind wir in Rohstoffen übergewichtet.”

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