ING IM: Euro auf Talfahrt?

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Die Devisenexperten von ING IM sehen sich aktuell in der Einschätzung bestätigt, dass die Gemeinschaftswährung noch an Boden verlieren könnte.

(fw/ah) “Wie im Vorjahr bleiben Staatsschuldenkrise in der EWU und der globale Konjunkturzyklus die bestimmenden Faktoren des Wechselkursverlaufs. 2011 waren vor allem die G10-Rohstoffwährungen (AUD) sowie EM-Währungen anfällig für die Stimmungsschwankungen globaler Investoren. 2012 könnten sich diese Währungen stabilisieren. In jedem Fall ist Vorsicht geboten. Trotz EWU-Staatsschuldenkrise stieg der Euro in der ersten Jahreshälfte deutlich ggü. dem USD (von 1,34 auf 1,45). Im zweiten Halbjahr verlor die Gemeinschaftswährung indes an Boden und schloss das Jahr bei 1,30. Im neuen Jahr setzte sich die Talfahrt des Euro fort (auf 1,27). Wenn auch der Euro nach unserem Dafürhalten etwas überverkauft ist, dürfte dieser Trend auch in Q1 2012 anhalten (auf ein Niveau von ca. 1,25). Die Euro-Stärke im ersten Halbjahr 2011 überraschte. Angesichts der Schuldenkrise an der Euro-Peripherie hätte der EUR ggü. dem USD eigentlich fallen müssen. Wir meinen jedoch, dass der Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und schwächerer Währung über die Finanzierung staatlicher Defizite durch quantitative Lockerung (QE) stattfindet. Die Federal Reserve praktiziert das bereits seit einiger Zeit, während die EZB bislang noch zögert. Im ersten Halbjahr 2011 verfolgte die EZB sogar eine entgegengesetzte Strategie, indem sie die Zinsen zweimal anhob.”

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