ING IM: Dividend-Strategien bleiben angesagt

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Dividenden sind stabiler als Gewinne. Und längerfristig tragen Dividenden und Dividendenwachstum an den wichtigsten Aktienmärkten sogar zu zwei Dritteln zu den Gesamterträgen bei. Gleichwohl ignorieren einige Investoren Dividendenwerte immer noch. Dies gibt die ING Investment Management in einer aktuellen Marktanalyse zu bedenken.

(fw/ah) “In den letzten Jahren mussten Anleger weitaus größere Kursschwankungen als jemals zuvor hinnehmen. Überdies hat die Kreditkrise die Marktwahrnehmung grundlegend verändert. So widerlegte die Kreditkrise eine Grundüberzeugung moderner Investmenttheorie, nämlich dass Märkte effizient arbeiten und etwaige Probleme sich daher von selbst regeln. Viele Finanzmärkte waren in ihrer Funktionsweise schwer beeinträchtigt. Daneben mussten Anleger auch ihren Glauben an eine Welt mit einem dauerhaften auskömmlichen Wachstum und niedriger Inflation (die “Große Mäßigung”) aufgeben. Ein weiterer Glaubenssatz, der die Kreditkrise nicht überlebte, war die feste Überzeugung, die Häuserpreise in den USA würden immer weiter steigen.

Infolge der Staatsschuldenkrise in der EWU blieb auch eine weitere Gewissheit auf der Strecke: die feste Überzeugung, dass OECD-Länder ihre Schulden stets pünktlich tilgen würden und es daher definitionsgemäß niemals zu einem Zahlungsausfall bei einem OECD-Mitglied kommen könne. In den USA liegen die Renditen zehnjähriger Treasuries auf ihrem tiefsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg (Statistiken seit 1800, Quelle: Morgan Stanley). In einem solchen Umfeld bietet sich die Investition in Dividendenwerte an, also in unterbewertete Aktien mit überdurchschnittlich hoher Dividendenrendite.”

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