Industriemetalle geben Ton an

Industriemetalle verzeichneten deutliche Preisaufschläge. Die Notierungen für Aluminium kletterten zuletzt um knapp 2 % auf rund 2003 Dollar je Tonne – der höchste Stand seit März 2013. Der Schwung hält an und Industriemetalle haben inzwischen sowohl den Energie- als auch den Edelmetallsektor als beste Performer im Jahresverlauf abgelöst. Börsen-Altmeister Andre Kostolany hatte Recht.

(fw/ah) „Der Bloomberg-Rohstoffindex hat sich in der vergangenen Woche kaum bewegt. Die stärksten Gewinne erzielten Industriemetalle, insbesondere Zink und Aluminium, und haben damit die Verluste aus dem Energie- und Edelmetallsektor wieder ausgeglichen”, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Der Agrarsektor hätte uneinheitlich abgeschnitten, mit erneuten Verlusten bei Mais und soliden Gewinnen bei Arabica-Kaffee und Kakao.

„Die jüngsten Kursgewinne waren getrieben von verstärkten Spekulationen bezüglich eines steigenden Aluminiumdefizits in den nächsten zwei Jahren. Grund dafür sind Produktionskürzungen großer Hersteller außerhalb Chinas bei gleichzeitig steigender Nachfrage”, sagt Hansen. Gold und Silber seien die zweite Woche in Folge in der Verlustzone gelandet. Beide Metalle hätten ihren 200-Tage-Durschnitt bei 1.286 bzw. 20,27
                                           US-Dollar pro Feinunze erreicht, es aber nicht geschafft, diesen zu überwinden.

Auf dem Energiesektor herrsche wenig Bewegung, da sich geopolitische Sorgen und die schwache Ölnachfrage gegenseitig ausglichen.

www.saxobank.com