In Europa haben sich Luxuswohnimmobilien in München am stärksten verteuert

Die Preise für Luxuswohnimmobilien in Vancouver sind laut dem Prime International Residential Index (PIRI) 2015 um rund 25 Prozent gestiegen.

(fw) München und Berlin liegen mit einem Plus von rund 12 respektive 9 Prozent weit vorn im Vergleich der insgesamt 100 Schlüsselstädte und Top-Standorte für Zweitwohnsitze, deren Preisentwicklung im Top-Segment die internationale Immobilienberatung Knight Frank im Wealth Report 2016 präsentiert.

Vancouver (+25 Prozent) belegt im aktuellen Ranking für die Preissteigerung von Luxuswohnimmobilien mit Abstand den Spitzenplatz. Das geringe Angebot, die Nachfrage aus dem Ausland und der schwächere kanadische Dollar haben die Preisspirale in der Stadt an der kanadischen Westküste angeheizt.

„Im Schnitt haben sich Top-Wohnimmobilien in den führenden 100 Märkten letztes Jahr um 1,8 Prozent verteuert“, sagt Kate Everett-Allen, Partnerin, aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank. „Dieses Ergebnis liegt nahe am Vorjahreswert von 2 Prozent. 2015 waren es indes 66 Standorte, an denen der PIRI stabile oder steigende Preise verzeichnete, also vier mehr als 2014.“

In Australien und Neuseeland war die Performance mit einem Zuwachs von rund 15 Prozent in Sydney, 12 Prozent in Melbourne und 10 Prozent in Auckland zweistellig. Mit München (+12 Prozent) positionierte sich in Europa ein deutscher Standort an der Spitze. Zu den weiteren Gewinnern in Europa zählen Amsterdam (+10 Prozent), Monaco (+10 Prozent) und Berlin (+9 Prozent). Trotz Steueränderungen hielt sich der Markt in Central London (+1 Prozent) 2015 im positiven Terrain. Von den 34 Standorten mit Preisverlusten gehören 22 zu Europa. Dennoch besteht Optimismus, dass die Preise an etlichen beliebten Märkten für Zweitwohnsitze kurz davor sind, ihre Talsohle zu erreichen.

Buenos Aires (-8 Prozent) und Lagos (-20 Prozent) belegen die beiden letzten Plätze des PIRI. Die Zinserhöhung in den USA und der daraus resultierende starke US-Dollar sowie die gefallenen Rohstoffpreise haben sich in diesen Städten stark ausgewirkt.

Knight Frank Prime International Residential Index (PIRI): Top 10 Durchschnittliche Preisveränderung per Ende 2015 im Vergleich zum Vorjahr
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Teuerste Immobilienstandorte weltweit
Das neunte Jahr in Folge behauptet Monaco den Platz der teuersten Stadt weltweit bei den Preisen für Luxuswohnimmobilien. Für einen US-Dollar sind gerade mal 17 Quadratmeter zu haben. In Hongkong erhalten Käufer für den gleichen Betrag 20, in London 22 Quadratmeter.

5Quelle: Knight Frank
Preise in Hongkong, Peking und Schanghai für das Segment „Super Prime“
Sydney, Hongkong, New York, Los Angeles und Miami: nur Apartments/Eigentumswohnungen
Datenstand/alle Währungsumrechnungen per 31. Dezember 2015

Hotspots auf dem Markt für Luxuswohnimmobilien
Im Wealth Report 2016 stellt Knight Frank Standorte auf dem Wohnungsmarkt im Top-Segment vor, die in den nächsten Monaten besonders positive Perspektiven bieten.
Als Staat hebt sich Vietnam ab, denn neue Regularien haben ihn 2015 für ausländische Investoren geöffnet. Die neue Metrolinie, die sich derzeit in Ho-Chi-Minh-Stadt im Bau befindet, wird die Preisentwicklung besonders im zweiten und neunten Bezirk ankurbeln. Im Vergleich der Städte ist Los Angeles interessant. Die Preise steigen durch geringe Fertigstellungen, und die Nachfrage ist durch asiatische Käufer gestiegen. Eine Aufwertung der urbanen Zentren, des Einzelhandels und der Lifestyle-Angebote eröffnen neue Gebiete für Anleger. Bei den Nebenzentren sticht Pimlico in London hervor. Laut Knight Frank ist Pimlico einer der wenigen Standorte auf dem Top-Wohnungsmarkt in Central London, der gern übersehen wird. Er verfügt über einen soliden Bestand an qualitativ hochwertigen Wohnimmobilien, grenzt an die Themse an und bietet etablierte Spitzenlagen im Umfeld. Zudem wird er vom städtischen Projekt zur Aufwertung des benachbarten Victoria profitieren.

Als Zweitwohnsitz steht Gold Coast in Australien im Fokus. Die Commonwealth Games, die 2018 in der Stadt an der Südostküste ausgetragen werden, haben Investitionen angestoßen. Im Vergleich zu australischen Top-Städten wettbewerbsfähige Preise sowie starke Basisdaten – Bevölkerungswachstum und steigender Tourismus – untermauern die Nachfrage. Unter den Ski-Resorts gilt Méribel immer mehr als Top-Standort in den Alpen. Der Wintersportort besticht durch den Zugang zum weltweit größten Skigebiet und eine dynamische und trotzdem dörfliche Atmosphäre.

Knight Frank Prime International Residential Index (PIRI)*
Durchschnittliche Preisveränderung per Ende 2015 im Vergleich zum Vorjahr

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