Im Osten viel Neues!

Ronny Friedrich

Vielen bleibt die persönliche, professionelle Begleitung zu Fragen rund um Investment, Vorsorge und Absicherung trotz aller voranschreitenden Digitalisierung weiterhin unverzichtbar.

finanzwelt stellt im Rahmen dessen engagierte Menschen vor, die ungeachtet des jeweiligen Mainstreams und ihres jeweils gewählten Vertriebsweges unbeirrt optimistisch in die Zukunft blicken, sich in ihrem Beratungsalltag durch innovative Ideen und professionelles Engagement auszeichnen, sowie durch authentisches Vorleben Beraternachwuchs zur Nachahmung animieren. Die herausfordernde Mixtur aus Konsequenz, Ehrgeiz und Perfektion als eigenen Anspruch definiert, dabei in keiner Lebenslage seine Bodenständigkeit verlieren, so bringt der 1977 in Jena geborene Ronny Friedrich seine Lebenseinstellung in kurzen Worten direkt auf den Punkt. Nachdem er bereits mit 16 Jahren seine ausgeprägte Vorliebe für das Börsengeschehen entdeckte, gründete der quirlige Thüringer nach erfolgreichem Studienabschluss zum qualifizierten Finanzwirt (CoB) in 2001 das AIC – Assekuranz & Investment Center Jena (www.aic-jena.de), das mittlerweile 9 Mitarbeiter zählt. Neben der eigentlichen Unternehmensführung berät er selbst immer noch am liebsten sowohl Bankhäuser in Sachen strategischer Assetallokation als auch Privatkunden im Bereich der intelligenten Vermögensverwaltung. finanzwelt: Herr Friedrich, worauf kommt es Ihrer Ansicht nach vor allem an, um in Zeiten gestiegener Anforderungen als freier Makler seine Kundenklientel langfristig an sich binden und dazu erfolgreich gegenüber dem Wettbewerb behaupten zu können? Friedrich: Mandanten möglichst lebensbegleitend an sich zu binden, gelingt beraterseitig auch in Zeiten von Google & Co. immer noch am besten mit der Kombination aus maximaler Transparenz, gepaart mit professioneller Beratungskompetenz. Wenn man dann noch ein motiviertes Serviceteam um sich weiß, welches dafür Sorge trägt, Kundenanfragen praktisch zu jeder Zeit entgegennehmen zu können um deren Anliegen, welcher Art auch immer, unbürokratisch und zügig organisiert, koordiniert und erledigt zu bekommen, dann sind beste Voraussetzungen für eine dauerhafte Kundenbeziehung geschaffen. finanzwelt: Mit welchen Mehrwert-Angeboten versuchen Sie sich vom Wettbewerb abzuheben bzw. gibt es eine besondere Herangehensweise, bei der Sie sich vom „gängigen“ Beratungsprozedere und Betreuungsverlauf unterscheiden? Friedrich: Für manchen kaum zu glauben: Das gelingt uns, indem wir schlicht und ergreifend auf bunte Werbebotschaften oder lautstarke Verkaufsparolen verzichten. Wir setzen stattdessen voll und ganz auf die persönliche Empfehlungskette unserer Kunden und dazu auf unsere fachliche Reputation. Und das klappt seit Jahren prima. Dazu: Qualifizierte Berater sind bei AIC als Angestellte tätig. Das hält deren Kopf völlig frei gegenüber dem unleidigen Druck nach permanenter „Provisionsmaximierung“. finanzwelt: Und was kommt im Konkreten bei „König Kunde“ besonders gut an? Friedrich: In unserem Fall ganz klar unsere eigene Vermögensverwaltung, die praktisch jedem Anlegerprofil erstklassige Lösungen aufzeigen kann. Zum anderen unser Altersvorsorgesegment, bei dem wir komplett auf abschlussprovisionsbasierte Vergütungen verzichten. Das kommt bei unseren Kunden besonders gut an. Aber letztlich ist es das gesamte Leistungspaket von AIC, denn bei uns sind alle „Bedarfswelten“ betreffend Immobilien, Finanzierung, Investment, Versicherung, Steuern und Recht eigens über Spezialisten in einem Haus vereint. finanzwelt: FinTech/InsurTech/Online-Beratung ist in aller Munde. Braucht es da künftig überhaupt noch den persönlichen Bezug zum Kunden bzw. will Kunde das alles überhaupt noch in Zeiten von Google & Social Media? Was sagt diesbezüglich Ihre Erfahrung? Friedrich: Natürlich nutzen auch wir alle einschlägigen, web-basierten Medien. Wir sind da für alles offen, was kunden- wie beraterseitig Mehrwert verspricht. Aber in Sachen „persönlicher Bezug“ und „emotionaler Bindung“ ist und bleibt der direkte, unmittelbare Kontakt unschlagbar. Ehrlich gesagt, wir erleben im Bereich digitaler Beratungswelt gar keinen auffälligen Wandel. Die Kunden freuen sich immer noch genauso auf das persönliche Gespräch bei einem Kaffee, schätzen die unmittelbar greifbare Kompetenz, sowie ein topfreundliches Ambiente. Selbst unsere jüngsten Mandate wollen auf dieses „familiäre Flair“ nicht verzichten. Alles, was darüber hinaus unseren Kunden mehr Convenience bietet, bauen wir mit ein. Elektronischer Versicherungsordner oder jederzeit abrufbare Gelddepot-Übersicht sind ohnehin online gestellt. Mehr will „König Kunde“ eigentlich auch nicht. finanzwelt: Wie stehen Sie folgender Aussage gegenüber: „Angesichts der immer größer werdenden Komplexität in der Abwicklung, steigender Kundenanforderungen und zunehmender Regulierung ist es vor allem für Einzelmakler heute nicht mehr wirtschaftlich, ohne Poolanbindung zu arbeiten“?