HSBC Chef tritt überraschend zurück

Foto: © HSBC

Nach nur eineinhalb Jahren gibt John Flint seine Position als Vorstandschef der britischen Großbank HSBC auf – obwohl das Geldhaus seine Gewinne steigern konnte. Der Grund für den Rücktritt klingt nebulös.

In Anbetracht des „herausfordernden globalen Umfeldes“ sei ein Wechsel an der Spitze nötig, verkündete Aufsichtsratschef Mark Tucker. Vorrübergehend soll nun der 57jährige Noel Quinn, Leiter des globalen Einlagen- und Kreditgeschäfts, die Bank führen.

Gleichzeitig gab HSBC eine klare Gewinnsteigerung für das erste Halbjahr bekannt: Der Gewinn vor Steuern stieg laut der Bank um 15,8 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar (11,5 Milliarden Euro). Die Einnahmen legten um circa acht Prozent auf circa 29,4 Milliarden Dollar.

Flint übernahm im Februar 2018 die HSBC-Spitze vom langjährigen Vorstandschef Stuart Gulliver. Strategisch hielt er das Unternehmen auf einem ähnlichen Kurs mit einer klaren Konzentration auf China. Gulliver hatte die Bank seit dem Finanz-Crash gesundgeschrumpft und noch entschiedener auf Asien als zweiten Heimatmarkt ausgerichtet.

Diese Richtung soll auch in Zukunft eingeschlagen bleiben: Bis 2020 will HSBC 15 bis 17 Milliarden Dollar investieren, um ihr Geschäft weiter zu stärken. Das Geld soll vor allem nach Asien und in neue Technologien fließen. (fw)