Höchstes Gut

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Ein Großteil der PKV-Tarife in der Vollversicherung ist auch langfristig absolut beitragsstabil. Dies konterkariert die Meinungsmache in der Vergangenheit hinsichtlich wüster Abzocke durch die privaten Krankenversicherer. Auch im Standardtarif geht es ruhig und gesittet zu. Das freut die Kunden, die Vermittler, die Anbieter dieser Policen – und sogar die gesetzlichen Krankenkassen. Denn ohne Vertrauen und Sicherheit verlieren Alle miteinander.

Das Stichwort Beitragserhöhung lässt viele potenzielle Kunden noch immer beim Wechsel von der GKV in die PKV zögern. Auch wenn er zumeist völlig unberechtigt war – der von etlichen Medien unermüdlich verbreitete Vorwurf an private Krankenversicherer, ihre Kunden mit unzumutbaren Beitragssprüngen zu traktieren, hallt trotz gegenteiliger Beweise weiter und muss von Maklern immer wieder aufs Neue widerlegt werden. Welchen Stellenwert die Beitragsstabilität in der PKV im Hinblick auf einen Vertragsabschluss hat, ist somit nicht nur für Makler, sondern auch für die Policen-Anbieter selbst eine existenzielle Frage. Das Analysehaus MORGEN & MORGEN hat Anfang Juni zum zweiten Mal ein Stabilitäts-Rating veröffentlicht.

Das M&M Rating PKV Beitragsstabilität ermittelt eine durchschnittliche Anpassung von 1,68 %. Insgesamt vergibt MORGEN & MORGEN an 245 der 906 analysierten Tarifkombinationen die beste Bewertung. Die Analysten haben die Neugeschäftsbeiträge und Beitragsanpassungen der PKV-Tarife marktweit verglichen und sie zu einer Bewertung pro Tarifkombination aggregiert. Es wurden nur Tarife bewertet, die bereits seit mindestens fünf Jahren auf dem Markt sind. Mit der Ermittlung und Bewertung der Beitragsstabilität von PKV Vollversicherungstarifen wird die für den Kunden wichtige Frage nach der Höhe der Beitragsanpassungen beantwortet. „Aus der Vergangenheit lässt sich nicht ohne Weiteres in die Zukunft extrapolieren, dennoch liegt ein relevanter Indikator hinsichtlich einer Entscheidung für oder gegen einen Tarif vor“, erläutert Geschäftsführer Peter Schneider. Das durchschnittliche Anpassungsniveau sei im Vergleich zum Vorjahr von 1,44 % auf 1,68 % gestiegen. „Der moderate Anstieg ist wenig überraschend, da alle Tarife vor circa sechs Jahren komplett neu kalkuliert wurden. In den nächsten Jahren erwarten wir ebenfalls einen leichten Anstieg“, so Schneider. Zum Vergleich: Das Anpassungsniveau lag 2012 noch bei durchschnittlich knapp 5 %. Gründe für den Anstieg sind u. a. die Weiterentwicklung der Medizin und der Einsatz von neuen Technologien. Die stetig steigende Lebenserwartung erhöht zudem die Gesundheitskosten. 27 % der untersuchten Tarifkombinationen konnten eine ausgezeichnete Bewertung und somit fünf Sterne einheimsen. Wie die Grafik zeigt, wurden GKV-Mitglieder in den vergangenen Jahren stärker belastet. Leistungsmäßig hiermit vergleichbar wäre der PKV-Standardtarif.

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