Helvetia mit neuer Digitalstrategie bis 2020

Helvitia Versicherungen waren 2015 erfolgreich © vencav - Fotolia.com

Die Helvetia hat die Integration der National Suisse und der Basler Österreich weit vorangebracht. Das Geschäftsvolumen stieg deutlich um 11,1 Prozent auf über acht Milliarden Schweizer Franken.

2016-04-25 (fw/db) Auf der 20. ordentlichen Generalversammlung der Helvetia Holding AG wurde den Aktionären eine solide Geschäftsentwicklung im Geschäftsbericht 2015 der Helvetia präsentiert. Diese wurde unterstützt von den beiden erfolgreichen Akquisitionen von Nationale Suisse und Basler Österreich, deren Integration weit vorangeschritten ist. Helvetia überzeugte 2015 mit einem um 4,1 Prozent höheren Ergebnis aus Geschäftstätigkeit von 439 Millionen Schweizer Franken nach Steuern. Das technisch starke Sachversicherungs-Geschäft war Ergebnistreiber, aber auch die Lebensversicherungssparte konnte zulegen. Das temporär maßgeblich von buchhalterischen Akquisitionseffekten beeinflusste IFRS-Ergebnis belief sich auf 309,5 Millionen Schweizer Franken. Die Versicherungsgruppe erzielte 2015 eine Steigerung des Geschäftsvolumens um 11,1 Prozent in Originalwährung auf 8.235,3 Millionen Schweizer Franken. Die Generalversammlung genehmigte den Lagebericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2015. Ebenso entlastete sie Verwaltungsrat wie Geschäftsleitung für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2015.

Neuer digitaler Service fokussiert Versicherte

Die neue Digital-Strategie „Helvetia 2020“ wurde vorgestellt. Mit ihr soll die Versicherungsgruppe digitaler, agiler und wertvoller werden. Die Digitalisierung des Versicherers stelle die Versicherten noch stärker ins Zentrum. Helvetia verfolgt damit aufbauend auf ihren Stärken ambitionierte Ziele: Im Heimmarkt will sie als solides Fundament für die Gruppe die beste Schweizer Versicherung sein. Darüber hinaus strebt sie nach einer signifikanten Verbesserung der Positionierung in Europa und nach einem Ausbau des Bereichs Specialty Markets als selektiver Nischenplayer. Mit der neuen Strategie schafft Helvetia Wert für Versicherte, Mitarbeiter und Aktionäre – für die Aktionäre mit mehr Gewinn und Dividende. Trotz alledem bleibe das Unternehmen persönlich und zuverlässig.

Erhöhung der Dividende auf 19 Schweizer Franken

Dank der soliden Geschäftsentwicklung beschloss die Generalversammlung die Erhöhung der Dividende auf 19 Schweizer Franken pro Aktie – eine Steigerung von fast sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 45 Prozent auf Basis des Ergebnisses aus Geschäftstätigkeit bzw. 66 Prozent auf Basis des IFRS-Ergebnisses nach Steuern.

Mitglieder des Verwaltungsrates bestätigt

Die Aktionäre bestätigten den seit Oktober 2015 amtierenden Verwaltungsratspräsidenten Dr. Pierin Vincenz für die Dauer bis zur ordentlichen Generalversammlung 2017 in seinem Amt. Ebenso wählten sie die weiteren neun kandidierenden bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrates für ein weiteres Amtsjahr. Wie im März 2016 kommuniziert, verzichteten John Martin Manser, Dr. Balz Hösly und Dr. Peter Kaemmerer auf eine Wiederwahl und schieden damit aus dem Verwaltungsrat aus. „Im Namen des Verwaltungsrates danke ich John Martin Manser für seinen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg unserer Versicherungsgruppe über die letzten 23 Jahre. Dr. Balz Hösly und Dr. Peter Kaemmerer danke ich insbesondere für ihre wertvolle Unterstützung beim Zusammenschluss mit und in der Integration von Nationale Suisse“, sagte der Helvetia Verwaltungsratspräsident Vincenz zu den ausgeschiedenen Verwaltungsräten. Die KPMG AG, Zürich wurde für ein weiteres Jahr als aktienrechtliche Revisionsstelle von der Generalversammlung beauftragt.

Vergütungen genehmigt

Außerdem wählten die Aktionäre die Mitglieder des Vergütungsausschusses für jeweils ein Jahr und stimmten über die fixen und variablen Vergütungen der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung ab. Sämtliche diesbezüglichen Anträge wurden angenommen. Dietmar Braun