Hamburg teuer – Saarland günstig

Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG/ Foto: © Dr. Klein

Eine Studie des Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt, dass sowohl Häuser als auch Eigentumswohnungen in Hamburg am teuersten sind, während sich das Saarland in beiden Kategorien am Ende der Preisskala wieder findet. Auch in anderen norddeutschen Ländern sind sehr hohe Preise fällig.

Der Finanzdienstleister Dr. Klein die tatsächlich gezahlten Preise für Wohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser im vierten Quartal 2016 untersucht.

In Hamburg kostet ein Haus im Schnitt 3.133 €/m², womit die Hansestadt in dieser Hinsicht das teuerste Bundesland vor Berlin und Baden-Württemberg ist. Am unteren Ende der Preisskala liegt das Saarland mit durchschnittlich 1.304 €/m². Nordrhein-Westfalen weißt die größte Preisspanne auf, denn hier befindet sich sowohl das Haus mit dem geringsten (502 €) als auch mit dem höchsten (14.276 €) Quadratmeterpreis. Weniger als 600 €/m² für sein Eigenheim auszugeben, ist nur in den Flächenländern möglich.

Als besonders teuer erweisen sich Bayern, Hessen und Hamburg wo bis 11.475 €/m² fällig sind. Ohnehin erweist sich der Norden der Republik als besonders teuer, denn auch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachen finden sich Wohnungen in der oberen Preisklasse. Das Saarland ist sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen im Schnitt am günstigsten, dennoch wechselte im kleinsten Flächenland der Bundesrepublik keine Wohnung unter 700 €/m² den Besitzer. Mindestens genauso viel Geld mussten Wohnungskäufer in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Bayern und Hamburg auf den Tisch legen. Deutlich günstiger ist Wohneigentum hingegen in Sachsen-Anhalt, wo die teuerste Wohnung lediglich 3.216 €/m² kostet. Die Hälfte der Bundesländer liegt bei den gemittelten Preisen über 2.000 €/m². Dazu gehören auch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Während Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die günstigere Hälfte anführen, sind Bremen, Sachsen-Anhalten und das Saarland die Schlusslichter.

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