Hacker auf dem Vormarsch

Die Hacker-Szene ist ein Risiko für viele Unternehmen / Foto: © Sergey Nivens - Fotolia.com

Dass über die Nutzung sozialer Netzwerke Mehrheiten manipuliert werden, daran gewöhnen sich die Menschen, es gilt als Rache an Mächtigen. Am Arbeitsplatz hört der Spaß auf, Hacker vernichten Firmen.

Die Sicherheit von IT-Systemen ist in Unternehmen ein hohes Risiko. Das gilt umso mehr, als fast jedes IT-System inzwischen mit dem Internet oder einer Cloud verbunden ist. Einen lückenlosen 100-Prozent-Schutz kann moderne IT-Technik nicht mehr bieten. Die Experten für Risiken des HDI, eine Tochter der Talanx AG, empfehlen daher eine Versicherungslösung für das Restrisiko.

Mittelständler vertrauen nur auf Technik

Noch immer fokussieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in Sachen IT-Sicherheit ihren Blick oft auf die technische Seite. Das ist die Erfahrung, die die Berater der HDI Versicherung häufig bei ihren Kundenterminen vor Ort in den Betrieben machen. Zwar setzen die Unternehmen fast ausnahmslos technische Maßnahmen wie Firewall oder Virenscanner ein, um Schädlinge aus ihren Systemen fern zu halten, diese konventionellen Standard-Lösungen haben aber viele Lücken.

“Das Restrisiko, das sich realisiert, wenn die technischen Vorrichtungen einmal nicht greifen, wird von vielen jedoch nicht gesehen”, warnt Markus Rehle, Bereichsvorstand der HDI Versicherung AG.

Technischer Schutz und Restrisiko

Unternehmen und Selbstständige gehen damit in der betrieblichen Praxis ein hohes technisches Risiko ein.

“Dass Kriminelle immer wieder Sicherheitslücken finden und diese ausnutzen, zeigen unter anderem die Ereignisse Ende November”, ergänzt Rehle.

Mit dem Versuch, Internetrouter von Privatpersonen und Unternehmen zum Aufbau eines Bot-Netzes zu nutzen, hatten Hacker bundesweit Daten- und Telefonverbindungen lahmgelegt.

“Der Aufbau des Bot-Netzes schlug zwar fehl, trotzdem macht der Vorfall deutlich, wie verwundbar auch Unternehmen in Sachen IT weiterhin sind“, warnt der Versicherungs-Experte.

Natürlich sind und bleiben die technische Grund-Absicherung des firmeneigenen IT-Systems über Sicherheitssoftware und regelmäßige Systemupdates Hauptbestandteile eines wirksamen Schutzes gegen Cyber-Kriminalität.

“Zur Deckung des wirtschaftlichen Restrisikos sollten diejenigen, die das Internet professionell nutzen, auch einen passenden Versicherungsschutz abschließen”, ergänzt Rehle. Außerdem weist er darauf hin, dass Unternehmer und Selbstständige dabei immer sowohl das Risiko von Eigenschäden als auch das Haftpflichtrisiko im Auge behalten sollten.

Cyber-Risk-Lösung von HDI

Mit dem Baustein “Cyber Risk” bietet HDI einen solchen Versicherungsschutz. Als Zusatzdeckung zur Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung konzipiert, tritt Cyber Risk sowohl für Schäden am eigenen IT-System oder an den eigenen Daten des Versicherten ein, als auch dann, wenn Dritte geschädigt wurden.

Im Versicherungsfall übernimmt der Versicherer HDI unter anderem Kosten für die Widerherstellung von Daten, Forensik und Betriebsunterbrechungen, und für berechtige Schadenersatzansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern. (db)