Grüne Rendite

Eine internationale Verpflichtung

Für die Barmenia ist das offensichtlich kein Problem, wie Bongwald erläutert: „Im Jahr 2014 haben wir uns international verpflichtet, bei Investitionen auf Umwelt- und Sozialaspekte sowie auf gute Unternehmensführung zu achten. Wir haben die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren der Vereinten Nationen gezeichnet.“ Danach seien Ausschlusskriterien definiert worden, in welche Staaten und Unternehmen man nicht investieren werde. Die Prinzipien des UN Global Compact hätten hier eine besondere Bedeutung. Bongwald weiter: „Die nachhaltige Ausrichtung unserer Kapitalanlage tangiert automatisch alle Barmenia-Produkte, unter anderem auch die gesamte Krankenversicherung mit ihren Alterungsrückstellungen.“ Bei der Entwicklung der Versicherungsprodukte sehe man die gesellschaftlichen Herausforderungen und versuche durch Versicherungslösungen präventiv tätig zu werden. So sei beispielsweise die private Rentenversicherung eine sinnvolle Ergänzung zur Vorbeugung von Altersarmut. Die eigentliche Versicherungsleistung sei die Auszahlung der Rente. Dabei sei wichtig, so Bongwald: „Unseren nachhaltigkeitsaffinen Kunden bieten wir in unserer Fondsauswahl ein entsprechendes Angebot an ökologischen und nachhaltigen Fonds.“ Umweltkriterien lasse man allerdings nur in die Produkte einfließen, wenn es aus Kundensicht sinnvoll sei. Auch die VHV Gruppe handelt ähnlich, erklärt Westholt: „Bei der Kapitalanlage berücksichtigen wir ethische und ökologische Belange: Die VHV Gruppe hat in ihrem Investmentprozess ESG Kriterien (Environmental, Social und Governance) eingebunden. Wir berichten jährlich in unserer ‚Nichtfinanziellen Erklärung‘ des Geschäftsberichts auch zum Thema Nachhaltigkeit.“

Die Verantwortung trägt der Vorstand

Die Barmenia hat sich schon sehr frühzeitig einen Namen im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit erworben. Und sie hat aus diesem Standing und aus der Einsicht in die Erfordernisse unserer Zeit auch organisatorische Konsequenzen gezogen, wie Bongwald ausführt: „Die Barmenia verfügt über ein Nachhaltigkeitsmanagement. Die Verantwortung trägt der Vorstand, der durch die Fachbereiche und durch den Nachhaltigkeitsbeauftragten unter- stützt wird. Die Barmenia-Vorstände werden in Nachhaltigkeitsfragen vom Nachhaltigkeitsbeirat beraten, der aus externen Experten besteht.“ Den Vorläufer dazu mit Fragestellungen der ökologischen Fondsauswahl habe es bereits im Jahr 2001 gegeben. Im Jahr 2012 sei der Nachhaltigkeitsbeirat thematisch und personell breiter aufgestellt worden. Den ersten Nachhaltigkeitsbericht habe die Barmenia bereits für das Jahr 2009 veröffentlicht. Bongwald: „Um Transparenz sicherzustellen, wurde die Internetseite www.nachhaltige-versicherung.de geschaffen.” (hdm)